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Autor: Stefan Stich

Physiotherapeutin behandelt Patient bei Rückenschmerzen in heller Praxisumgebung.

Nach Hüft-OP allein zu Hause? Wie mobile Physiotherapie Ihre Rehabilitation vorantreibt

Nach Hüft-OP allein zu Hause? Viele Patienten stehen vor der Herausforderung, sich nach einer Hüft-Operation zu Hause alleine zurechtzufinden. Dabei gilt es, in der Zeit nach der OP, die vollständige Genesung voranzutreiben.

Doch sei es schweres Heben, eine falsche Körperhaltung oder auch fehlendes Verständnis darüber, welche Übungen die Heilung unterstützen: Der Weg zur Genesung ist oft mit Unsicherheiten und möglichen Komplikationen gepflastert. Hier setzt die mobile Physiotherapie an. Sie hilft Fehlhaltungen zu korrigieren und zeigt genau auf, welche Bewegungen und Übungen die Heilung fördern. In diesem Beitrag möchten wir Ihnen wichtige Tipps & Ratschläge mitgeben, damit Sie wieder zu ihrer gewohnten Lebensqualität zurückfinden.

Hüft-Operation: Wann kein Weg daran vorbeiführt und wie der Eingriff abläuft

Indikatoren für eine Hüft-OP

Wenn im Laufe des Lebens die Knorpelmasse des Hüftgelenks abnimmt, das Gelenk verschleißt und keine konservativen Maßnahmen (Medikamente, Physiotherapie etc.) Linderungen verschaffen, dann ist die Hüftendoprothese (künstliches Hüftgelenk) das Mittel um wieder mehr Beweglichkeit und Schmerzlinderung bzw. -freiheit im betroffenen Gelenk zu erlangen. Vor allem bei fortgeschrittener Hüftarthrose, bei der der Knorpel im Hüftgelenk stark abgenutzt ist, oder bei traumatischen Verletzungen, die das Gelenk schwer beschädigt haben, bleibt oft keine andere Wahl. Weitere Indikationen für eine Hüft-Operation sind schwere Arthrose, Hüftkopfnekrosen oder Frakturen, die die Lebensqualität erheblich beeinträchtigen.

Was genau ist eine Hüftendoprothese (Hüft-TEP)?

Die Hüft-TEP ist eine Prothese aus Titan, Edelstahl oder Kobalt, welche fest im Knochen verankert wird. Sie kann nach einem Unfall (Knochenbruch) oder starker Arthrose das Hüftgelenk teilweise oder ganz ersetzen.

Wie läuft eine Hüft-Operation ab?

Der Ablauf einer Hüft-Operation variiert je nach Art des Eingriffs und der individuellen Situation des Patienten, doch einige Schritte sind typisch:

  1. Vorbereitung: Vor der Operation werden ausführliche Untersuchungen durchgeführt, um den Gesundheitszustand des Patienten zu bewerten und den Eingriff zu planen. Wichtig ist hierbei alle offenen Fragen gemeinsam mit dem Arzt zu klären.

    Idealerweise wird auch in dieser Phase bereits die Physiotherapie für die Zeit nach der Entlassung aus dem Krankenhaus organisiert, da sonst häufig keine kurzfristigen Termine verfügbar sind. Bitte beachten Sie, dass Sie in den ersten Wochen noch beschränkt mobil sind, also eine mobile Physiotherapie, die zu Ihnen nach Hause kommt, durchaus Sinn machen kann.
  2. Narkose: Die Operation wird in der Regel unter Vollnarkose oder Spinalanästhesie durchgeführt.
  3. Entfernung des geschädigten Gelenks: Zunächst wird das geschädigte Hüftgelenk entfernt. Dies kann sowohl den Hüftkopf als auch die Hüftpfanne betreffen.
  4. Einsetzen des künstlichen Hüftgelenks: Anschließend wird ein künstliches Hüftgelenk (auch Hüftprothese oder künstliche Hüfte genannt) eingesetzt. Diese Prothesen bestehen meist aus Metall, Kunststoff oder Keramik und ersetzen die beschädigten Teile des Gelenks.
  5. Hüft-TEP: Eine häufig verwendete Prothese ist die Totalendoprothese (TEP), die sowohl den Hüftkopf als auch die Hüftpfanne ersetzt.
  6. Nach der Operation: Nach dem Eingriff folgt eine Phase der Erholung und Rehabilitation. Bereits am Tag nach der Operation beginnen Patienten in der Regel mit ersten Bewegungsübungen, um die Mobilität wiederherzustellen und Komplikationen zu vermeiden.

Durch den Einsatz moderner Technologien und Techniken können Hüft-Operationen heute sehr präzise und schonend durchgeführt werden, was zu einer schnellen Genesung und einer deutlichen Verbesserung der Lebensqualität führt.

Rehabilitation & Mobilisation nach Hüft-OP

Für ein optimales Ergebnis und die spätere Beweglichkeit ist es essentiell bereits direkt nach der Operation mit der Physiotherapie zu beginnen, um Verklebungen und Verkürzung der Muskulatur und Kraftabbau zu verhindern.

Grundsätzlich richtet sich die Physiotherapie bei einem neuen Hüftgelenk nach den Heilungsstadien, den ärztlichen Vorgaben und Ihren individuellen Symptomen.

In den ersten Tagen nach der Operation stehen entzündungshemmende, schmerzlindernde und abschwellende Maßnahmen im Vordergrund. Mit folgenden Methoden unterstützen wir Sie direkt nach der Operation:

  • Lymphdrainage (Entstauungstherapie)
  • aktive und passive Mobilisation des Hüftgelenks in die freigegebenen Bewegungsrichtungen
  • Mobilisation der angrenzenden Gelenke (Knie)
  • richtige Lagerung des Beines und Aufklärung
  • Eisanwendungen
  • Einstellen und richtiges Einsetzen der Unterarmgehstützen und Gangschule
  • Treppensteigen (Tipp: treppauf zuerst mit dem nicht operierten Bein, treppab zuerst das operierte Bein)

In den ersten Wochen nach der Operation ist es wichtig darauf zu achten, dass das operierte Hüftgelenk nicht zu weit gebeugt wird. Die meisten Operateure geben die Beweglichkeit in der Hüfte bis 90 Grad Beugung frei. Daher achten Sie bitte darauf nicht zu tief zu sitzen und das Bein zu weit heranzuziehen. Ebenso sollten Sie ein Überkreuzen beider Beine vermeiden, was bedeutet, dass das Bein nicht über die Köpermittellinie hinweg gelagert oder bewegt werden darf. Auch eine Rotation des Beines nach außen oder innen sollte unterlassen werden. Gerne klären wir Sie hierüber auf und zeigen Ihnen genau, worauf Sie achten müssen.

Übungen nach Hüft-TEP

Nach der Implantation einer Hüft-Totalendoprothese (Hüft-TEP) sind regelmäßige Übungseinheiten unter Anleitung eines erfahrenen Physiotherapeuten entscheidend für eine erfolgreiche Rehabilitation. Dadurch gehören neben der Muskelkräftigung und Gelenkmobilisaiton auch Gleichgewichtstraining, bewusste Alltagsbewegungen und Dehnübungen dazu. Nach einer Hüft-TEP sollten Sie die Übungen langsam steigern und erst im fortgeschrittenen Therapieverlauf zur vollen Belastung übergehen.

Kräftigung der Gesäßmuskulatur nach Hüft-Operation
Mobilisation der Hüft-Abduktion nach Hüft-OP
Verbesserung der Hüft-Streckung (rechts) nach Hüft-TEP

Langsame Belastungssteigerung und Beweglichkeitserweiterung

Auf Basis des ärztlichen Vorgaben arbeiten wir unter Berücksichtigung Ihrer Symptomatik einen individuellen Therapieplan aus um Sie sicher, effektiv und Ihren Gegebenheiten angepasst an Ihr Ziel zu bringen. Therapieziele sind hauptsächlich die Verbesserung der Beweglichkeit, Kraftaufbau und Koordination (Gleichgewicht). Neben sanften Mobilisationen, Dehnungen der Muskulatur und Techniken aus der Manuelle Therapie werden zunehmend kräftigende Übungen eingesetzt. So ist es beispielsweise wichtig die Hüftstrecker und Abduktoren zu trainieren um einen stabilen Stand und ein sicheres Gehen zu ermöglichen. Selbstverständlich unter ständiger Berücksichtigung der Vorgaben durch Ihren Arzt und Ihrer Symptome.

Vollbelastung und Spät-Rehaphase

Im weiteren Verlauf werden die Übungen und physiotherapeutischen Techniken immer weiter gesteigert und an Ihren aktuellen Stand angepasst:

  • Steigerung bis zur Vollbelastung und Gangschule
  • Kräftigung der gesamten Bein- und auch Rumpfmuskulatur
  • angepasste manuelle Techniken zur Beweglichkeitssteigerung
  • Koordinationsübungen (Einbeinstand, Gleichgewicht auf labiler Unterlage etc.)

Tipps & Ratschläge

Haltbarkeit der Hüftprothese

Die Haltbarkeit und Lebensdauer einer Hüftprothese hängt von unterschiedlichen Faktoren ab:

  • Körpergewicht: Je leichter der Patient, umso weniger schnell nutzt sich die Prothese ab
  • Je mehr Belastung, Sport und körperliche Arbeit, desto höher ist die Gefahr für Lockerung und Abrieb des Implantates. Sportarten mit wenig Hüftbelastung wie zum Beispiel Radfahren, Nordic-Walking, Aquagymnastik sind ideal um Sie körperlich fit zu halten und eine übermäßige Abnutzung des Implantates zu vermeiden.

So erhöhen Sie die Haltbarkeit Ihrer Hüftprothese

Eine Hüftprothese erfordert besondere Sorgfalt und kontinuierliche Aufmerksamkeit, um ihre Langlebigkeit zu gewährleisten. Mit den folgenden Tipps können Sie die Haltbarkeit Ihrer Hüftprothese erhöhen und eine optimale Funktionalität über viele Jahre hinweg sicherstellen:

  • Führen Sie auch nach der Physiotherapie die Übungen selbständig fort, um eine Versteifung des Gelenks und Verspannung der Hüftmuskulatur zu verhindern
  • Tragen Sie flaches Schuhwerk mit weichen Sohlenv
  • Bei eitrigen Entzündungen (auch fernab der Hüfte) informieren Sie bitte Ihren Arzt über Ihre Prothese
  • Vermeiden Sie auch Monate und Jahre nach der Operation eine zu extreme Hüftbeugung
  • Bevorzugen Sie hüftschonende Sportarten (s. o.)
  • Tragen oder heben Sie keine schweren Gewichte
  • Vermeiden Sie sturzgefährdende Risikosportarten wie Fußball

Warum Hausbesuche Sie bei einem neuen Hüftgelenk bestmöglich unterstützen

Gerade nach Operationen und Verletzungen ist Physiotherapie zu Hause zeitsparender, angenehmer und weniger „schmerzhaft“ als der Besuch in einer niedergelassenen Praxis. So können Sie sich ganz auf die Therapie konzentrieren und verlieren keine Energie bei der Anreise. Ebenso sollten Sie gerade nach der Operation auf zu tiefes Sitzen (Hüftbeugung!) verzichten, welches sich bei einer Autofahrt nur schwer vermeiden lässt. Ein weiterer Vorteil besteht darin, dass Ihr Physiotherapeut individuell auf Ihre häuslichen Gegebenheiten eingehen kann. So können wir Ihnen genau zeigen, welche Übungen Sie zuhause bei sich alleine durchführen können und welche individuellen Möglichkeiten es bei Ihnen zuhause hierfür gibt.

Wir erstellen ein individuelles Therapieprogramm für Sie!

Ein individuelles und flexibles Therapieprogramm ist entscheidend für eine schnelle Genesung nach einer Hüft-OP. Unsere mobilen Physiotherapie-Dienstleistungen ermöglichen es Ihnen, optimal betreut zu werden, ohne Ihr Zuhause verlassen zu müssen.

Bei einer anstehenden Operation oder nach einer Verletzung stehen wir Ihnen gerne für Hausbesuche an unseren Standorten, wie u.a. Berlin, Hamburg, München, Frankfurt oder Wiesbaden zur Verfügung. Selbstverständlich beraten wir Sie auch telefonisch oder per E-Mail und planen mit Ihnen gemeinsam Ihr persönliches Therapieprogramm. Nutzen Sie die Vorteile unserer mobilen Physiotherapie und lassen Sie sich individuell und flexibel in Ihrer vertrauten Umgebung behandeln.

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Wir freuen uns auf Ihren Anruf!

Person mit Rückenschmerzen sitzt an Schreibtisch, Büroarbeit.

Volkskrankheit Nummer Eins: Wie Sie Ihre Rückenschmerzen in den Griff bekommen.

So ziemlich jeder von uns leidet im Laufe seines Lebens mindestens einmal unter Rückenschmerzen. Diese entstehen vor allem durch strapazierte Muskeln und Bänder oder Verschleiß der Wirbelsäule und Bandscheiben. Doch was können Sie selbst dagegen tun und wie kann die Physiotherapie Ihnen helfen, Ihre Rückenschmerzen endlich in den Griff zu bekommen?

Wie entstehen eigentlich Rückenschmerzen und was sind die häufigsten Ursachen hierfür?

Rückenschmerzen entstehen in der Regel durch langanhaltende, ständig wiederkehrende falsche und ungesunde Haltungen und Bewegungen der Wirbelsäule. Dies kann z. B. eine falsche Sitzhaltung am Schreibtisch, aber auch regelmäßiges falsches Bücken bei der Gartenarbeit oder im Haushalt sein.

Tatsächlich lässt sich in ca. 90 % der Fälle die Struktur (z. B. Bandscheibe, Nerven, Gelenke), die die Schmerzen auslöst, gar nicht ausfindig machen. Man spricht hier von unspezifischen Rückenschmerzen. Das heißt, Ihr Rücken leidet bis auf Weiteres „nur“ unter verspannten, verkürzten und überdehnten Muskeln.

Nur ca. 10 % aller Rückenschmerzen sind spezifisch. Beispielsweise entstehen die Schmerzen hierbei durch Bandscheibenvorfälle, Arthrosen an der Wirbelsäule oder Reizungen der Nervenwurzel.

Dies bedeutet, dass in den meisten Fällen die Ursachen des Rückenschmerzes harmlos sind und in der Regel wieder von alleine verschwinden.

Bei anhaltender falscher Belastung besteht jedoch die Möglichkeit, dass die Schmerzen bleiben und das Rückenleiden chronisch wird. Grundsätzlich kann man sagen, je länger die Beschwerden schon bestehen, desto schwieriger wird es, diese auch wieder in den Griff zu bekommen.

Was tun bei akuten Rückenschmerzen?

Grundsätzlich gilt: Machen Sie das, was Ihnen gut tut und hören Sie auf Ihren Körper.

Ihr Rücken braucht einen Ausgleich

Schmerz ist ein Warnsignal Ihres Körpers. Dies bedeutet, dass die Bewegungsrichtung oder Haltung, welche die Beschwerden verursachen, für den Moment ungeeignet sind und vermieden werden sollten, da die betroffene Struktur hierbei noch mehr gereizt würde. Anders gesagt, die Bewegungsrichtungen und Haltungen, die Sie als angenehm und schmerzlindernd empfinden, dürfen Sie in der Regel gerne einnehmen.

Beispiel Rückenschmerz durch zu vieles Sitzen im Büro

  • Treten die Beschwerden eher im Sitzen und beim Bücken auf (z. B. Schuhe anziehen), so empfehle ich vorerst diese zwei Auslöser zu vermeiden.
  • Alternativ kann im Büro auf Stehtische ausgewichen werden, ebenso beim Mittagessen.
  • Führen Sie Telefonate im Stehen (Bitte das Telefon nicht zwischen Ohr und Schulter einklemmen).
  • Sorgen Sie dafür, öfters mal aufstehen zu müssen (Gang zum Kopierer).
  • Gehen Sie in Ihrer Pause spazieren und gönnen somit auch Ihrem Rücken eine Pause.
  • Verzichten Sie in Bus oder U-Bahn auf das Sitzen.
  • In der Freizeit auf zu vieles Sitzen verzichten.
  • Bleiben Sie dynamisch: Während des Sitzens häufig die Positionen verändern (Anlehnen, am Schreibtisch abstützen etc.), denn je länger Sie in einer Position verweilen, desto ungesünder für Ihren Rücken.
  • Den Arbeitsplatz individuell ergonomisch einrichten lassen (Stuhlhöhe, Position von Tastatur und Monitor etc.).
  • Leichte Bewegung (z. B. Spazierengehen, Nordic Walking, Dehnungen).
  • Entspannungsübungen.
  • Wärme (Wärmepflaster, Heizkissen).
  • Reduzieren Sie Stress.

Sollten die Beschwerden sich nach drei Tagen nicht verbessern, wenden Sie sich zur Abklärung bitte an Ihren Arzt. Bei verordneter Physiotherapie empfiehlt sich neben der klassischen Behandlung ein genaues Analysieren und Optimieren Ihres Alltages, damit Ihre Beschwerden zügig verschwinden und ein erneutes Auftreten vermieden wird.

Was tun bei chronischen Rückenschmerzen?

Oberstes Ziel: Vermeiden Sie, dass Schmerzen chronisch werden.

Rückenschmerzen entstehen häufig durch Überbelastung bei schwerer körperlicher Arbeit oder infolge einseitiger Bewegungsabläufe. Diese können – wie übrigens auch Bewegungsmangel – bestimmte Muskelgruppen unterfordern, sodass es zu Ungleichgewichten am Rücken kommt.

Bestehen die Beschwerden für eine längere Zeit (mehrere Monate), spricht man von chronischen Rückenschmerzen. Hierzu können z. B. ungünstige Einstellungen der Geräte am Arbeitsplatz beitragen. Dies sollte unbedingt von Ihrem behandelnden Arzt und Physiotherapeuten berücksichtigt werden. Denn der Physiotherapeut kann den verspannten Rücken noch so gut lockern, wenn die Problemstellen und -situationen in Ihrem Alltag nicht ergonomisch optimiert werden, können Sie vermutlich langfristig Ihre Beschwerden nicht in den Griff bekommen.

Manuelle Therapie an der Lendenwirbelsäule

Auch bei chronischen Schmerzen gilt: Machen Sie das, was Ihnen gut tut und den Schmerz lindert.

  • Physiotherapie
  • Manuelle Therapie
  • Gezielte Kräftigung schwacher Muskulatur
  • Dehnung verkürzter Muskulatur
  • Steigerung der Beweglichkeit
  • Entspannungsübungen
  • Bewegung (z. B. Spazierengehen, Radfahren, Nordic Walking, Schwimmen)
  • Trainingstherapie und Fitness (bitte unbedingt von Ihrem behandelnden Physiotherapeuten anleiten lassen)
  • Wärme
  • Ärztliche Therapien
  • Achten Sie auf Ihre Psyche: Seelische Faktoren und ängstliche Denk- und Verhaltensmuster
    – beides greift oft ineinander – können Rückenschmerzen begünstigen oder verstärken

Egal ob akute, chronische Schmerzen oder vorbeugend: Ich bin gerne für Sie da.

Ich habe es mir zur Aufgabe gemacht, Physiotherapie so durchzuführen, wie sie meiner Ansicht nach am wirkungsvollsten ist: Durch den Einbezug aller Faktoren, also auch spezielle Berücksichtigung Ihres Alltages, dort wo Ihre Beschwerden entstehen. So können die Ursachen, nämlich falsche und ungesunde Haltungen und Bewegungen, deutlich besser ausfindig gemacht und Sie so zielgerichteter behandelt werden.

Ich berate Sie gerne.

Therapeutin dehnt Bein auf Behandlungsliege in Physiotherapieraum.

Chronischer Hüftschmerz und Arthrose: Alternative Behandlungsmöglichkeiten.

Haben Sie Probleme mit Ihrer Hüfte? Werden Sie von Schmerzen in der Leiste, im Gesäß oder an der Außenseite der Hüfte nach dem Aufstehen und nachts geplagt? Vielleicht haben Sie auch schon Schwierigkeiten beim Gehen? Dann geht es Ihnen wie etwa 6 % der Deutschen, welche teilweise schon seit Jahren mit Schmerzen in der Hüfte kämpfen. Bei vielen wurde eine Arthrose, also der Verschleiß des Hüftgelenks, diagnostiziert und das Einsetzen einer Totalendoprothese (TEP) empfohlen. Schätzen Sie einmal: Wie viele solcher TEP´s werden pro Jahr in Deutschland operativ bei Patienten eingesetzt? Etwa 200.000! Wenn man bedenkt, dass eine OP um die 8.000-15.000 € kostet, kann man sich vorstellen, dass solche Operationen durchaus lukrativ sind.

Ist eine OP wirklich die letzte Möglichkeit?

Chirurgen während einer OP

Trotz der sehr fortschrittlichen Medizin und der häufigen Durchführung dieser OP, klagen etwa 22 % der Patienten nach der OP über ähnliche oder die gleichen Schmerzen wie vor der Op! Daher ist es nicht verwunderlich, dass viele nach Alternativen Ausschau halten und eine Op so lange wie möglich hinauszögern wollen. Was kann man also noch tun?

Hüftschmerzen aus Sicht der Osteopathie

Mobilisation der Hüfte durch den Physiotherapeuten

Ursache für die Schmerzen ist meistens das überbeanspruchte Fasziensystem und nicht, wie oft behauptet, der fehlende Gelenkknorpel. In den Faszien befindet sich die höchste Dichte an Rezeptoren, welche bei einer Störung des Fasziengleichgewichts Reize an das Gehirn senden, welches diese als Schmerzen erkennt und erleben lässt. Aber wie kommt das Fasziengewebe aus dem Gleichgewicht? Hierzu kann uns die Osteopathie Antworten liefern. Osteopathen gehen davon aus, dass die Strukturen des Körpers durch das Fasziennetz miteinander verbunden sind. Häufig kommen Störungen des Bewegungsapparates wie Hüftschmerzen ursächlich aus dem Organsystem. Viele Menschen haben Verdauungsbeschwerden, z. B. durch chronischen Stress, eine ungesunde Ernährungsweise, akute oder vergangene Infektionen, wodurch sich der Verdauungstrakt verkrampft. Diese Spannung wird an das organumgebende Fasziensystem weitergegeben. Organe sind über Bänder (ebenfalls Faszien) an der Wirbelsäule und am Becken aufgehängt, an welche die oben genannte Spannung übertragen wird. Es kommt zu Verdrehungen des Beckens und da es einen Teil des Hüftgelenks darstellt, wird dieses auf Dauer einseitig belastet und überbeansprucht. Somit entsteht Verschleiß, also Arthrose. Allerdings ist, wie oben erwähnt, die Arthrose für die Schmerzen sekundär. Solche entstehen hauptsächlich durch die hohe Faszienspannung im Hüftbereich. Ebenso müssen Sie keine Probleme mit Ihrer Verdauung haben. Es reichen schon leichte Verspannungen der Organfaszien und -bänder, um dem Bewegungsapparat auf Dauer zu schaden. Neben der Stressreduzierung, einer gesunden Ernährung und Ausheilung eventuell bestehender Infektionen kommt vor allem eine osteopathische Behandlung des Verdauungssystems in Frage, um die übermäßigen Spannungen zu lösen. So hat das Gelenk wieder genügend Spielraum und die Rezeptoren in den Faszien müssen keine Schmerzreize mehr an das Gehirn senden.

Ganzheitliche Physiotherapie bei PhysioStich:

Unser Ziel ist es, den Menschen als Ganzes zu betrachten. Daher bemühen wir uns, die Ursache Ihrer Schmerzen im komplexen Wechselspiel der Körperstrukturen zu finden und die Behandlung auf Ihre individuellen Bedürfnisse anzupassen.

Wir berate Sie gerne!

Therapeut massiert Bein, im Behandlungsraum mit anatomischen Postern.

Streckdefizit nach Knie‑TEP: Ursachen & Therapie

Eine Knieendoprothese (Knie-Tep) bezeichnet den Ersatz des meist durch Arthrose (Gelenkverschleiß) beschädigten Kniegelenks durch ein künstliches Gelenk. Obwohl die Operation in den meisten Fällen erfolgreich verläuft, kann es bei manchen Patienten nach einer Knie-Tep zu einem Streckdefizit kommen. Dieses Defizit kann die alltägliche Mobilität, das Gangbild und langfristig sogar den Erfolg der Operation beeinträchtigen.

Was versteht man unter einem Streckdefizit nach einer Knie-TEP?

Ein Streckdefizit bedeutet, dass das operierte Knie nach dem Einsatz einer Knie-Totalendoprothese (Knie-TEP) nicht mehr vollständig gestreckt werden kann. Statt in die volle Streckung zu gelangen, bleibt ein kleiner Restwinkel von wenigen, manchmal aber auch mehreren Grad bestehen. Das kann alltägliche Bewegungen wie Gehen, Stehen oder Treppensteigen erschweren und langfristig zu Fehlbelastungen, Schmerzen und einem instabilen Gangbild führen. Häufig ist das Streckdefizit eine Folge von Narbenbildung, unzureichender Mobilisation oder muskulärer Dysbalance und sollte frühzeitig erkannt und gezielt behandelt werden.

Welche Symptome treten bei einem Streckdefizit nach einer Knie-TEP auf?

Ein Streckdefizit nach einer Knie-TEP äußert sich durch verschiedene funktionelle Beschwerden, die sich im Alltag deutlich bemerkbar machen können. Die Ausprägung der Symptome variiert je nach Schwere des Defizits und individuellem Heilungsverlauf.

  • Unvollständige Kniestreckung: Das Bein lässt sich nicht vollständig gerade durchstrecken, auch bei Anstrengung nicht.
  • Bewegungseinschränkung im Alltag: Probleme beim Gehen, Stehen, Aufstehen oder Treppensteigen.
  • Verändertes Gangbild: Leicht gebeugtes Knie beim Gehen („Flexed-Knee-Gait“), oft mit Ausweichbewegungen.
  • Schmerzen oder Spannungsgefühl: Insbesondere bei längerer Belastung oder beim Versuch, das Knie zu strecken.
  • Instabilitätsgefühl: Unsicherheit beim Auftreten oder plötzliche Nachgiebigkeit des Beins.
  • Muskuläre Beschwerden: Überlastung der Oberschenkelmuskulatur oder Rückenschmerzen durch Fehlhaltung.
  • Schwellungen oder Verhärtungen: Hinweise auf entzündliche Prozesse oder Narbenbildung im Gelenkbereich.

Was sind die Ursachen für ein Streckdefizit nach Knie-TEP?

Ein Streckdefizit kann durch verschiedene Faktoren verursacht werden, die oft miteinander zusammenhängen.

Frühfunktionelle Ursachen nach der Operation

Direkt nach der Implantation einer Knie-TEP ist das Gelenk empfindlich, häufig geschwollen und durch Schmerzen oder Angst vor Bewegung beeinträchtigt. Wird das operierte Bein in dieser Phase nicht regelmäßig und vollständig bewegt, kann sich schnell ein funktionelles Streckdefizit entwickeln. Besonders problematisch ist eine ungünstige Lagerung in leichter Beugung, da sich das Gelenk in dieser Position „merkt“, nicht ganz durchgestreckt zu werden.

Muskuläre und neuromuskuläre Ursachen

Ein dauerhaft gestrecktes Knie erfordert funktionierende Muskelketten. Wenn diese durch Inaktivität, Schonhaltung oder Schmerz gestört sind, können muskuläre Spannungen die vollständige Streckung blockieren. Auch neuromuskuläre Steuerungsprobleme (z. B. durch Schutzreflexe oder unsaubere Bewegungsmuster) können ein Streckdefizit begünstigen.

Narbenbedingte Einschränkungen und Verklebungen

In der Heilungsphase bildet der Körper Narbengewebe, das bei unzureichender Mobilisation oder entzündlicher Reaktion wuchern kann. Diese Verwachsungen und Verklebungen behindern die freie Beweglichkeit und führen zu mechanischen Blockaden.

Arthrofibrose

Eine der bedeutendsten Ursachen für ein dauerhaftes Streckdefizit nach Knie-TEP ist die Arthrofibrose. Darunter versteht man eine überschießende Narbenbildung innerhalb des Kniegelenks, bei der vermehrt Bindegewebe entsteht und die Gelenkstrukturen zunehmend verkleben. Infolge dieser Vernarbung wird die Beweglichkeit des Knies mechanisch blockiert, sodass eine vollständige Streckung nicht mehr möglich ist.

Arthrofibrose entwickelt sich meist in den ersten Wochen nach der Operation, kann aber auch verzögert auftreten. Risikofaktoren sind eine genetische Neigung zu übermäßiger Narbenbildung, Infektionen, unzureichende Nachbehandlung oder aggressive Mobilisationsversuche. In schweren Fällen bildet sich die sogenannte Zyklops-Läsion – ein knotenförmiger Narbenherd, der mechanisch das vollständige Strecken blockiert.

Typisch für eine Arthrofibrose ist, dass sowohl die Streck- als auch die Beugefähigkeit eingeschränkt sind und das Knie sich „steif“ oder blockiert anfühlt. Eine frühzeitige Diagnose ist entscheidend, da in frühen Stadien konservative Maßnahmen wie gezielte Physiotherapie noch wirksam sein können.

Wie wird ein Streckdefizit nach einer Knie-TEP physiotherapeutisch behandelt

Physiotherapie ist die zentrale konservative Behandlungsmethode bei einem Streckdefizit nach einer Knie-TEP und sollte so früh wie möglich beginnen, um Narbenverklebungen zu verhindern und die vollständige Streckfähigkeit wiederherzustellen.

Physiotherapie in den ersten Tagen nach der Operation

In der Frühphase nach der Knie-TEP stehen entzündungshemmende, schmerzlindernde und abschwellende Maßnahmen im Vordergrund, um optimale Voraussetzungen für die Mobilisation nach der Knie-TEP zu schaffen. Hierzu zählen unter anderem:

  • Lymphdrainage
  • Richtige Lagerung des Beines
  • Aktive und passive Bewegungen von Kniegelenk und Kniescheibe
  • Kältetherapie
  • Gangschule und richtiges Einsetzen von Unterarmgehstützen
  • Richtiges Treppensteigen (Tipp: treppauf zuerst das nicht operierte Bein, treppab zuerst das operierte Bein)

Wichtig ist bereits ab dem ersten Tag nach der Operation darauf zu achten, dass die Beweglichkeit, vor allem die Kniestreckung, verbessert wird, da sich in den ersten 1 bis 2 Wochen das Narbengewebe bildet und dieses verkleben kann.

Aufbauphase: Beweglichkeit verbessern und Muskulatur aktivieren

Auf Basis des ärztlichen Behandlungsschemas, arbeiten wir mit Ihnen gemeinsam einen individuellen Therapieplan aus, um funktionelle Defizite auszugleichen und ein verfestigtes Streckdefizit zu vermeiden.

Kernziele in dieser Phase:

  • Vollständige Wiederherstellung der Kniestreckung (0 Grad oder mehr)
  • Mobilisation und Lösung von Narbengewebe
  • Kräftigung des Quadrizepsmuskels zur Verhinderung von Muskelatrophie
  • Verbesserung der Beugefähigkeit
  • Schmerzreduktion
  • Optimierung von Koordination, Gleichgewicht und Stabilität
  • Wiederherstellung eines physiologischen Gangbildes
Untersuchung des Knies durch einen Physiotherapeuten
Untersuchung des Knies

Hausbesuch bei einem neuen Kniegelenk. Macht das Sinn?

Besonders nach Operationen und Verletzungen ist ein Physiotherapie Hausbesuch nicht nur zeitsparender und komfortabler als der Besuch einer ambulanten Physiotherapie-Praxis, Sie können sich auch ganz auf Ihre Genesung und Ihre Physiotherapie konzentrieren, ohne sich Gedanken machen zu müssen, wie Sie in der eingeschränkten Situation in die nächstgelegene Praxis gelangen. Die Vorteile von Physiotherapie Hausbesuchen finden Sie hier.

Was kann ich bei einem Streckdefizit nach einer Knie-TEP tun?

  1. Setzen Sie auch nach der Physiotherapie selbstständig die gymnastischen Übungen fort, um eine Versteifung des Gelenks zu verhindern.
  2. Tragen Sie flache Schuhe mit weichen Sohlen und gegebenenfalls Pufferabsätzen.
  3. Weisen Sie bei eitrigen Entzündungen (auch an anderen Körperstellen) den Arzt auf die Prothese hin und nehmen Sie verschriebene Antibiotika nach Arztanweisung ein.
  4. Vermeiden Sie es, das Knie über 90 Grad zu beugen (hinknien).
  5. Heben oder tragen Sie keine schweren Lasten.
  6. Meiden Sie schwere körperliche Arbeit.
  7. Bevorzugen Sie gelenkschonende Sportarten wie Schwimmen, Gymnastik oder Radfahren.
  8. Verzichten Sie auf Kontakt- und Risikosportarten wie Fußball, Tennis, Joggen oder Reiten.

Wir sind bei einem Streckdefizit nach Knie-TEP für Sie da

PhysioStich begleitet Sie mit einer breiten Vielfalt an Leistungen rund um die Physiotherapie nach Operationen professionell und individuell auf Ihrem Weg zurück in den Alltag. Wir bieten ein umfassendes physiotherapeutisches Leistungsangebot für Patient:innen mit Knie-TEP wie z. B. Krankengymnastik Hausbesuche und manuelle Therapie zu Hause zur Behandlung von Streckdefiziten, Schmerzen und Bewegungseinschränkungen. Sollten Sie persönlich oder einer Ihrer Angehöriger ein neues Gelenk bekommen haben, so sind wir gerne jederzeit für Sie da.

Wir freuen uns auf Ihren Anruf

FAQs zum Streckdefizit nach einer Knie-TEP

Warum ist die Physiotherapie bei einem Streckdefizit nach Knie-TEP wichtig?

Physiotherapie ist entscheidend, um die vollständige Kniestreckung frühzeitig wiederherzustellen und ein dauerhaftes Streckdefizit zu verhindern. Durch gezielte Mobilisation, manuelle Techniken und Muskelaktivierung können Narbenverklebungen gelöst und Fehlbelastungen vermieden werden.

Wie lange dauert die Behandlung eines Streckdefizits?

Die Dauer hängt von der Ursache, dem Ausmaß des Defizits und dem Zeitpunkt des Therapiebeginns ab. Leichte Streckdefizite lassen sich oft innerhalb weniger Wochen deutlich verbessern. Bestehen strukturelle Ursachen wie Arthrofibrose, kann die Behandlung mehrere Monate in Anspruch nehmen und eine engmaschige physiotherapeutische Betreuung erfordern.

Wie lange hält ein neues Kniegelenk und was kann ich für eine möglichst lange Haltbarkeit tun?

Die Haltbarkeit und Lebensdauer einer Knieprothese hängt von verschiedenen Faktoren ab:

  • Körpergewicht des Patienten: Je leichter der Patient ist, umso weniger schnell nutzt sich die Knieprothese ab.
  • Aktivitätsniveau: Je mehr Sport, körperliche Arbeit und allgemeine Aktivität auf der Knieprothese lasten, umso höher ist die Gefahr für Abrieb und Lockerung des Implantates. Sportarten mit wenig Kniebelastung wie Radfahren oder Schwimmen sind ideal, um alle Vorteile von Sport ohne die Nachteile der Abnutzung des Implantates zu nutzen.
Wie lange sollte man nach einer Knie-TEP Physiotherapie machen?

Physiotherapie beginnt idealerweise unmittelbar nach der Operation und dauert meist mehrere Monate. Die intensive Phase erstreckt sich häufig über 8 bis 12 Wochen, kann bei anhaltenden Bewegungseinschränkungen aber verlängert werden. Bei einem Streckdefizit ist eine kontinuierliche physiotherapeutische Begleitung wichtig, bis die volle Streckfähigkeit sicher erreicht ist.

Welche Bewegungen sind nach einer Knie-TEP verboten?

Tiefe Kniebeugungen über 90 Grad, Hinknien und ruckartige Drehbewegungen sollten vermieden werden. Auch schweres Heben und sportliche Belastungen mit hoher Stoßwirkung sind nicht empfehlenswert. Diese Bewegungen können die Prothese überlasten und die Entstehung eines Streckdefizits begünstigen.

Wann sind weitere medizinische Maßnahmen notwendig?

Wenn sich das Streckdefizit trotz konsequenter Physiotherapie nicht verbessert oder sogar verschlechtert, sind weitere medizinische Abklärungen erforderlich. Das gilt insbesondere bei zunehmenden Schmerzen, deutlicher Bewegungseinschränkung oder Verdacht auf Arthrofibrose. In solchen Fällen können medikamentöse Maßnahmen oder operative Eingriffe notwendig werden.

Ist ein Streckdefizit nach Knie-TEP normal?

Ein leichtes, vorübergehendes Streckdefizit in den ersten Tagen nach einer Knie-TEP kann als physiologische Anpassung nach der Operation auftreten und ist bei konsequenter Mobilisation meist reversibel. Ein anhaltendes oder sich verschlechterndes Streckdefizit ist jedoch nicht normal und sollte als Komplikation ernst genommen werden.

Wie früh sollte man mit Physiotherapie nach einer Knie-TEP beginnen?

Physiotherapie sollte idealerweise bereits am ersten Tag nach der Operation beginnen. Eine frühe Mobilisation ist entscheidend, um Schwellungen zu reduzieren, Narbenbildung zu kontrollieren und die Kniestreckung zu sichern. Je früher die Therapie startet, desto besser sind die langfristigen funktionellen Ergebnisse.

Wie wird ein Streckdefizit nach Knie-TEP diagnostiziert?

Die Diagnose erfolgt zunächst durch eine klinische Untersuchung mit Messung der aktiven und passiven Kniestreckung. Zusätzlich wird der Heilungsverlauf beurteilt, einschließlich Schwellung, Schmerz und Bewegungsqualität. Bei Verdacht auf strukturelle Ursachen wie Arthrofibrose kann eine Bildgebung (MRT) erforderlich sein.

Hände waschen sich mit Seife unter fließendem Wasserhahn.

Physiotherapie Hausbesuche: Unser Hygienekonzept zu Ihrem und unserem Schutz

Unser oberstes Ziel ist die Wiederherstellung und der Erhalt Ihrer Gesundheit. Und gerade in diesen Zeiten ist es uns ein wichtiges Anliegen dafür zu sorgen, dass wir auch das Thema Hygiene in den Mittelpunkt unserer Behandlung stellen.

Folgendes Hygienekonzept haben wir gemeinsam mit einem Internisten ausgearbeitet, um Ihnen ein Höchstmaß an Sicherheit garantieren zu können:

  1. Wir arbeiten ausschließlich mit medizinischem Mund- und Nasenschutz, den wir während der gesamten Behandlung tragen und nicht abnehmen. Berührungen im Gesicht werden komplett vermieden.
  2. Wir bitten auch unsere Patienten, einen Mundschutz zu tragen, um das Risiko einer Verbreitung möglichst gering zu halten.
  3. Vor dem Hausbesuch und vor dem Betreten Ihrer Wohnung desinfizieren wir uns gründlich die Hände.
  4. Nach der Physiotherapie desinfizieren und reinigen wir die Therapiebank sowie alle verwendeten Utensilien.
  5. Bei den geringsten Anzeichen einer Infektion sagen wir die Physiotherapie ab und bleiben selbstverständlich Zuhause.
  6. Das gleiche gilt, wenn wir Kontakt zu einer infizierten Person hatten.
  7. Wir machen unsere Hausbesuche lediglich mit dem eigenen PKW. So vermeiden wir eine Ansteckung durch den Kontakt in den öffentlichen Verkehrsmitteln.
  8. Unsere Physiotherapeuten behandeln am Tag lediglich fünf bis sechs Patienten. Durch die geringe Anzahl an Kontakten reduzieren wir weiterhin das Risiko einer Ansteckung unserer Physiotherapeuten In einer herkömmlichen ambulanten Physiotherapie-Praxis behandeln Therapeuten durchschnittlich 20 Patienten.

Bei Fragen stehen wir Ihnen natürlich gerne jederzeit zur Verfügung. Zögern Sie bitte nicht uns zu kontaktieren – wir helfen Ihnen gerne weiter.

Schuhe gehen auf Kopfsteinpflaster im Freien bei Tageslicht.

Verbessern Sie mit Physiotherapie Ihr Gleichgewicht

Was genau ist das Gleichgewicht?

Unter Gleichgewicht versteht man den Zustand des Körpers, in dem die entgegengesetzt wirkenden Kräfte einander ausgeglichen werden. Dieses sorgt für Stabilität und beugt Stürzen und somit Knochenbrüchen und anderen Verletzungen vor.

Der Gleichgewichtssinn, welcher auch vestibuläre Wahrnehmung genannt wird, ist nichts anderes als eine Sinneswahrnehmung. Diese sorgt für die Orientierung und eine ausbalancierte Körperhaltung in Ruhe oder Bewegung.

Damit das Gleichgewicht gehalten werden kann, sind eine Reihe von verschiedenen Mechanismen und Kontrollen des Körpers notwendig.

Wo und wie wird das Gleichgewicht gehalten?

Seinen Sitz hat der Gleichgewichtssinn primär im Innenohr (Vestibularapparat). Die drei Bogengänge (vorderer, hinterer und lateraler Bogengang) sind mit Endolymphe gefüllt und nehmen so die Position des Kopfes wahr.

Darüber hinaus bezieht das Gehirn weitere Informationen zum Haltungshintergrund aus den sogenannten Propriozeptoren. Diese Rezeptoren befinden sich in Sehnen, Bändern, Muskeln, Gelenkkapseln, Faszien etc. und geben dem Gehirn die Information, in welcher Position das Bein, das Becken etc. gerade stehen. Denken Sie an den Einbeinstand auf einem wackeligen Untergrund. Hier ist die Propriozeption (Tiefensensibilität) ein Hauptakteur: Das ständige Ausbalancieren ist nur möglich, weil die Rezeptoren ununterbrochen messen, wie der Fuß im Moment steht. Diese Information wird dem Gehirn gemeldet, welches die Rückmeldung an das Bein sendet, welche Muskeln wie anzuspannen sind, damit das Gleichgewicht gehalten werden kann.

Weiterhin ist die visuelle Wahrnehmung äußerst wichtig für ein stabiles Gleichgewicht. Stellen Sie sich auf ein Bein und machen die Augen zu. Hier fehlt die visuelle Kontrolle und der Körper beziehungsweise das Gehirn muss sich auf die oben genannte Propriozeption bzw. Tiefensensibilität und den Informationen aus dem Innenohr verlassen können.

Ist eines dieser drei Systeme (Propriozeption, Innenohr, visuelle Kontrolle) in Mitleidenschaft gezogen, so wird auch der Gleichgewichtssinn eingeschränkt sein.

Gerade nach Operationen, Verletzungen, Schlaganfällen oder längerer Immobilität muss das Gleichgewichtssystem wieder funktionsfähig gemacht werden. Bei z. B. einem Supinationstrauma (Umknick-Trauma des Fußes) werden neben den Bändern und Sehnen auch die so wichtigen Propriozeptoren geschädigt, welche mit gezielten physiotherapeutischen Übungen trainiert werden können.

Zwei mögliche Übungen in der Physiotherapie zur Verbesserung des Gleichgewichtssinns welche Sie problemlos Zuhause ausführen können.

Wichtig ist auch hier, die Übungen individuell an den aktuellen Stand anzupassen. Wir zeigen Ihnen deshalb mehrere Varianten und verschiedene Schwierigkeitsgrade der einzelnen Übungen.

1. Seitneigung im Sitz

Ausgangsstellung: aufrechter Sitz auf einem Hocker.

Ausführung: Führen Sie die linken Hand auf Höhe des Oberkörpers nach links zur Seite, so als würden Sie etwas greifen wollen bis sich der ganze Arm ausgestreckt hat. Ab einem gewissen Punkt ist die Beweglichkeit des Armes ausgeschöpft. Um nun die Hand weiter nach links bringen zu können, passiert Folgendes: Der Oberkörper beginnt sich nach links zu neigen. Dabei hebt sich die rechte Gesäßhälfte ab und das Gewicht des Körpers lastet nun auf der linken Gesäßhälfte. Gehen Sie soweit wie Sie können, ohne Gefahr zu laufen vom Hocker zu stürzen. Je weiter Sie nach links kommen, desto mehr wird das Gleichgewichts gefordert und trainiert. Sind Sie am äußersten Punkt angelangt, halten Sie diese Position ein paar Sekunden und bringen dann Oberkörper und Arm langsam wieder in die Mitte. Nun folgt die rechte Seite.

So wird es schwieriger:

  • Zu Beginn beide Füße abheben, die Knie Richtung Bauch ziehen: Dies verringert die Unterstützungsfläche und fordert das Gleichgewicht noch mehr heraus.
  • Schließen Sie die Augen: Durch „Ausschalten“ der visuellen Kontrolle wird Ihre Propriozeption noch deutlich mehr gefordert.
  • Double Tasking: Führen Sie die Übung wie oben beschrieben aus. Zusätzlich nehmen Sie noch einen kleinen Ball o. Ä. in die linke Hand. In der Endstellung (also ganz links außen) werfen Sie den Ball einige Male in die Luft und fangen ihn mit der linken Hand wieder auf.
  • In der Endstellung mit angezogenen Beinen (Füße haben keinen Bodenkontakt): Bewegen Sie die Beine ähnlich wie beim Radfahren.
  • Kombination aus allen Varianten

2. Einbeinstand

Ausgangsstellung: Aufrechter Stand (falls Sie unsicher sind, bitte in der Nähe eines Möbelstückes ausführen, an dem Sie sich festhalten können)

Ausführung: Heben Sie das linke Bein langsam ab, halten Sie diese Position einige Sekunden und stellen das Bein wieder ab.

So wird es schwieriger:

  • Augen schließen (s. Übung 1)
  • Double Tasking: Nehmen Sie zusätzlich noch einen Ball o. Ä. in beide Hände. Werfen Sie diesen in die Luft und fangen ihn wieder auf.
  • Rotieren Sie während des Einbeinstandes den Oberkörper nach links und rechts, führen Sie Bewegungen mit den Armen aus oder bewegen Sie das rechte Bein (z. B. anwinkeln oder nach hinten strecken).
  • Rotieren Sie nur den Kopf nach links und rechts.
  • Halten Sie den Kopf stabil und bewegen die Augen langsam nach links und rechts.
  • Fixieren Sie mit den Augen einen Punkt und drehen währenddessen den Kopf nach links und rechts. Der Blick bleibt dabei nach vorne gerichtet und die Augen bewegen sich nicht mit.
  • Während des Einbeinstandes nach vorne bücken, bis Sie den Boden berühren (etwas aufheben) und gehen Sie anschließend wieder in die aufrechte Position zurück.
  • Machen Sie den Untergrund instabil, indem Sie sich beispielsweise auf ein weiches Kissen stellen.
  • Während des Einbeinstandes in die Luft springen und versuchen, auf derselben Stelle (oder 90 Grad gedreht) wieder aufzukommen.
  • Kombinationen der Varianten

Gleichgewicht und Physiotherapie Hausbesuche:

Gerade bei physiotherapeutischen Hausbesuchen kann gezielt auf die häuslichen Ressourcen und Gegebenheiten des Patienten eingegangen werden. So werden die Übungen individuell zuhause angepasst, womit die Effektivität der Übungen noch mehr gesteigert werden kann. Wichtig ist ein regelmäßiges, tägliches Üben. Wir können Ihnen bei unseren Hausbesuchen in München, Hamburg, Frankfurt, Wiesbaden und Mainz genau zeigen, wo und wie Sie daheim Ihr Gleichgewicht noch weiter verbessern können.

Bei Fragen sind wir gerne jederzeit für Sie erreichbar. Kontaktieren Sie uns hier

Arm drückt leicht gegen Wand, in hellem Zimmer.

Physiotherapie Hausbesuch bei Bizepssehnen-Entzündung

Heute zeigen wir Ihnen drei effektive physiotherapeutische Übungen, um Ihre Schmerzen im Bereich der Bizepssehne in den Griff zu bekommen.

Der Musculus Biceps brachii (Bizeps) ist ein zweiköpfiger („bi“) Muskel, welcher auf der Vorderseite des Oberarmes sowohl über das Schulter- als auch das Ellenbogengelenk zieht.

Funktion des M. Biceps brachii: Bei Anspannung sorgt er für ein nach vorne/oben führen des Armes (Anteversion der Schulter) und für eine Beugung und Drehung (Supination) des Ellenbogens.

Durch ihren anatomischen Verlauf ist die lange Bizepssehne besonders anfällig für Verletzungen. Diese hat Ihren Ursprung am oberen Pfannenrand des Schultergelenks und zieht dann äußerst gelenknah durch eine Rinne den Oberarmknochen hinab, bis sie in ihren Muskelbauch übergeht.

So kann es beispielsweise bei Sportverletzungen, Überbelastung oder einer schlechten Körperhalten dazukommen, dass die lange Bizepssehne gereizt wird.

Folgende drei Übungen sind effektiv und lassen sich auch einfach zuhause ausführen:

Übung 1: Tennisball und Eis

Kreisen Sie für ca. zwei Minuten mit einem Tennisball über die schmerzhafte Bizepssehne. Machen Sie dies mit mäßigen Druck. Falls Sie während der „Massage“ Schmerzen provozieren, so ist dies absolut in Ordnung. Bleiben Sie auch ruhig einen kurzen Moment auf einer schmerzhaften Stelle und kreisen dann wieder weiter.

Im Anschluss mit einem Eiswürfel für ca. 30 Sekunden die selbe Stelle kühlen. Nun wieder mit dem Tennisball weiterrollen. Führen Sie diesen Wechsel so lange durch, bis der Eiswürfel geschmolzen ist.

Wirkung: Entspannung/Lockerung und Entzündungshemmung der Sehne

Übung 2: Dehnung des Bizeps

Mit der betroffenen Seite seitlich zur Wand stellen. Die Hand des Armes an der Wand ablegen, den Ellenbogen strecken und die Ellenbogenbeuge nach oben zur Decke drehen.

Diese Dehnung ein bis zwei Minuten halten und insgesamt dreimal wiederholen.

Wirkung: Dehnung und Entspannung des gesamten Bizeps.

Dehnung des Bizeps: Ellenbogenbeuge zeigt zur Decke und der Ellenbogen ist maximal durchgestreckt

Übung 3: Kräftigung

Das Theraband wie auf dem Bild gezeigt anlegen, die Schulterblätter bitte hinten/unten lassen und die Arme langsam nach vorne strecken, sodass sich das Theraband strafft. Langsam nachlassen und wieder strecken.

Diese Bewegung in drei Sätzen jeweils 15 mal wiederholen.

Wirkung: Kräftigung von Muskulatur, welche die Bizepssehne entlasten.

Ausgangsposition Übung 3
Endstellung Übung 3: die Schulterblätter bleiben hinten/unten

Sollten während den Übungen Schmerzen (ausgenommen Übung 1) auftreten, so brechen Sie die Übung umgehend ab.

Gerne passen unsere erfahrenen Physiotherapeut/innen die Übungen ganz individuell an Ihr Beschwerdebild an. Sollten Sie also Fragen oder eine persönliche Beratung unsererseits wünschen, so freuen wir uns sehr auf Ihren Anruf. Wir sind gerne für Sie da.

Fuß wird in Physiotherapie-Praxis therapeutisch behandelt.

Fersensporn: Behandeln und Heilen in der Physiotherapie

Die Füße sind das Fundament unseres Körpers und müssen uns ein ganzes Leben lang „tragen“. Sie sorgen für einen stabilen Stand, Gleichgewicht und Beweglichkeit. Jedoch kann sich im Laufe der Zeit aufgrund falscher Belastungen, anatomischer Fehlstellungen oder einem ungesunden Lebensstil ein Fersensporn bilden. Wichtig ist es jetzt schnell und mit den richtigen Maßnahmen zu handeln, um langanhaltende Schäden und Schmerzen zu vermeiden und eine Rückbildung des Fersensporns zu erreichen.

Fersensporn – Was ist das?

Ein Fersensporn ist ein dornförmiger Knochenauswuchs, der sich durch eine falsche Belastung der Füße bzw. Fersen entwickelt und im Bereich der Sehnenansätze entsteht. Man unterscheidet einen unteren und oberen Fersensporn. Beim unteren Fersensporn entsteht der Dorn an der Fußsohle, beim oberen Fersensporn bildet er sich im Bereich der Achillessehne. Dort verursacht er häufig Entzündungsreaktionen des umliegenden Gewebes und damit Schmerzen.

Symptome eines Fersensporns

Der Fersensporn äussert sich meist durch einen stechenden Schmerzen in der Fußsohle – ganz so als wenn man auf einen Nagel tritt. Insbesondere nach Ruhe (morgens beim Aufstehen beziehungsweise untertags nach längerem Sitzen oder Liegen) sind die Schmerzen besonders stark spürbar. Ob es sich mit hoher Wahrscheinlichkeit um einen Fersensporn handelt, kann jeder selbst testen: Ein starker Schmerz bei Druck gegen die Ferse und gleichzeitig eine Schwellung oder Rötung im Bereich der Ferse oder der Achillessehne sind ein typischer Hinweis auf einen Fersensporn. Neben den akuten Schmerzen besteht die Gefahr, dass sich dies zu einer chronischen Angelegenheit entwickeln, die den ganzen Körper belasten kann. Deshalb sollte frühzeitig und schnell gehandelt werden, um den Fersensporn zügig zurückzuentwickeln.

Ursachen des Fersensporns

Eine kontinuierliche Überlastung des Fußes führt nach einiger Zeit zur Ausbildung eines Fersensporns. Dabei handelt es sich um abgelagerten Kalk an den Sehnenansätzen – quasi ein knöchriger Auswuchs. Der Körper macht dies, um der Überlastung entgegen zu steuern und an diesen Stellen den Fuß „zu verstärken“. Je nach Größe des Fersensporns entzündet sich dann das umliegende Gewebe und verursacht den typischen Schmerz.

Die Überlastung des Fußes erfolgt aus verschiedenen Gründen – dabei können auch mehrere gleichzeitig auftreten:

  • Eine angeborene oder entwickelte Fehlstellung im Bereich der Füße, Beine oder Hüfte
  • Langes Stehen oder Gehen – insbesondere auf hartem Untergrund
  • Schwache Muskulatur aufgrund mangelnder Bewegung
  • Falsche Ausführung von sportlichen Übungen
  • Falsches Schuhwerk
  • Übergewicht

Mithilfe von Physiotherapie kann einer Vielzahl dieser Gründe durch entsprechende Übungen und Anpassung von Bewegungsabläufen entgegengewirkt werden und eine Rückbildung des Fersensporns bewirken.

Rückbildung des Fersensporns durch Physiotherapie

Ziel der Physiotherapie ist die Rückbildung des Fersensporns indem direkt an der Ursache angesetzt wird und nicht mithilfe schmerzstillender Medikamente nur an den Symptomen gearbeitet wird. Wichtig ist hierbei die genaue Lokalisation des Fersensporns und darauf aufbauend eine optimalere Druckverteilung in den Füßen zu erzielen, die das Gewebe rund um den Fersensporn abschwellen lässt und damit die Schmerzen deutlich reduziert.

Mit diese zwei Übungen unterstützen Sie die Heilung des Fersensporns

Entspannung und Lockerung der Fußmuskulatur mit Tennis- oder Faszienball:

Die Übung wird im Sitzen oder Stehen ausgeführt. Stellen Sie den betroffenen Fuß auf einen Tennis- oder Faszienball und rollen/massieren damit für ca. 2 Minuten Ihre Fußsohle ab. Bleiben Sie ruhig auch einen Moment auf einer schmerzhaften und verspannten Stelle und warten bis der Schmerz nachlässt. Mit dem Druck Ihres Fußes können Sie die Intensität selbst bestimmen und anpassen.

Dehnung der Wade:

Stellen Sie im Stehen den betroffenen Fuß nach hinten. Achten Sie darauf, dass die Ferse nicht abhebt sondern auf dem Boden bleibt und das Knie durchgestreckt ist, bis Sie ein Ziehen in der Wade wahrnehmen. Halten Sie diese Position für ca. 2 Minuten und wiederholen diese Übung ein bis zweimal.

Die Schmerzen sollten nach den Übungen nicht mehr geworden sein. Falls dies der Fall ist, reduzieren Sie die Intensität oder lassen die Übung bitte weg.

Bei Fragen stehen wir Ihnen gerne jederzeit zur Verfügung. Kontaktieren Sie uns gerne hier.

Ältere Frau sitzt lächelnd neben Gymnastikball im Raum.

Osteoporose: Ursachen und wie Physiotherapie unterstützen kann

Physiotherapie Hausbesuche bei Osteoporose-Erkrankung

Im Laufe des Lebens nimmt auf Grund verschiedener Ursachen die Knochendichte ab. Das Skelett wird anfälliger für Verletzungen. Dies führt (z. B. bei einem Sturz) zu Knochenbrüchen an Oberschenkel, der Wirbelsäule und der Schulter etc. Symptome wie Schmerzen verursacht die Osteoporose zu Beginn nicht. Erst im späteren Verlauf treten u. a. starke Rückenschmerzen auf. Physiotherapie spielt bei Osteoporose eine wichtige Rolle, da sie zu Beweglichkeit, Muskelkraft, Gleichgewicht und Haltung beiträgt und so Stürzen sowie Folgeschäden vorbeugt.

Was ist Osteoporose und wie kann Physiotherapie bei Osteoporose helfen?

Das Knochengerüst zählt neben der Muskulatur, den Bändern und Gelenkkapseln etc. zum menschlichen Bewegungsapparat. Neben des Gelenksverschleißes (Arthrose) ist die Osteoporose eine der häufigsten Erkrankungen im Alter des Bewegungssystems.

Die Knochen werden im Laufe des Lebens ständig neu ab- und wieder aufgebaut. Die sogenannten Osteoklasten sind Zellen, welche für den Abbau und die Resorption des Knochens zuständig sind. Die Knochensubstanz wird somit abgebaut. Die Osteoblasten hingegen sind für den Aufbau und die Regeneration zuständig. Diese reparieren kleine Defekte im Knochengewebe. Ist das Verhältnis von Knochenabbau und-aufbau gestört und die Knochensubstanz nimmt ab, spricht man von Osteoporose. Die Physiotherapie wirkt dieser entgegen, indem sie den Knochenaufbau mittels knochenbelastender Übungen und Krafttraining stimuliert und so einem weiteren Abbau der Knochendichte vorbeugt.

Ursachen für eine Osteoporose-Erkrankung

Ungefähr 90 Prozent aller Osteoporose-Erkrankungen sind hormonell bedingt (primäre Osteoporose), welche durch einen Mangel an Östrogen (weibliches Sexualhormon) entstehen. Beim Einsetzen der Menopause reduziert sich die Östrogenproduktion, wodurch das Missverhältnis von Auf- und Abbau schneller voranschreitet. Die Knochen werden brüchig und anfälliger für Verletzungen. Männer sind, auch wenn seltener, ebenso von der primären Form betroffen.

In der Medizin spricht man von sekundärer Osteoporose, wenn diese durch bestimmte Medikamente oder als Folge von anderen Erkrankungen entsteht. Betroffen sind hiervon Patienten mit einer Schilddrüsenüberfunktion, Tumorerkrankte oder Magersüchtige. Medikamente wie Kortison (Glucocorticoide), Arzneien gegen Diabetes, psychische Erkrankungen, Epilepsie und Brustkrebs führen ebenso zum Abbau des Knochens.

So wirken Sie einer Erkrankung von Osteoporose entgegen

Bewegung und eine gesunde Lebensweise sind die beste Prävention gegen Osteoporose und bilden die Grundlage jeder Behandlung.

Bewegung und gezielte Belastung

Knochen brauchen Belastung: Nicht nur Muskulatur und Gelenke benötigen Bewegung, um kräftig und beweglich zu bleiben. Unsere Knochensubstanz würde bei zu wenig Belastung und Druck abbauen. Daher ist für die Prävention, aber auch für den Wiederaufbau der Knochendichte, ausreichende Bewegung und körperliche Aktivität essenziell.

Funktionstraining

Funktionstraining ist eine speziell auf Osteoporose-Patienten abgestimmte Bewegungstherapie, die in Gruppen oder individuell durchgeführt wird. Dabei werden durch gezielte Übungen mit dem eigenen Körpergewicht, Therabändern oder leichten Gewichten die Knochen belastet, die Muskulatur gekräftigt und das Gleichgewicht geschult. Funktionstraining kann ärztlich verordnet werden und wird von den Krankenkassen unter bestimmten Voraussetzungen unterstützt.

Ausgewogene Ernährung

Neben der körperlichen Aktivität ist es ratsam auf eine ausgewogene und kalziumreiche Ernährung zu achten. Empfehlenswerte kalziumreiche Lebensmittel sind fettarmer Joghurt, Gouda-Käse, Brokkoli, grünes Blattgemüse und kalziumreiches Mineralwasser. Auch eine ausreichende Versorgung mit Vitamin D ist wichtig, da es die Kalziumaufnahme im Körper fördert und für den Knochenaufbau essenziell ist.

Verzicht auf schädliche Substanzen

Auf Tabak und übermäßigen Alkoholkonsum sollte verzichtet werden: Rauchen sorgt für einen verstärkten Östrogenabbau, während Alkohol die Aufnahme von Kalzium reduziert und somit den Knochenaufbau negativ beeinflusst.

Medikamentöse Therapie

Eine medikamentöse Behandlung kann mit Bisphosphonaten erfolgen, um den weiteren Knochenabbau zu verhindern. Diese Medikamente hemmen die Aktivität der Osteoklasten und verlangsamen dadurch den Abbau der Knochensubstanz.

Physiotherapie bei Schmerzen im Zusammenhang mit Osteoporose

In der Physiotherapie kann der Knochenschwund nicht mehr rückgängig gemacht werden. Allerdings wirkt man einem weiteren Abbau entgegen und die vorhandene Knochenmasse kann verdichtet werden.

Ältere Frau hält eine zusammengerollte Gymnastikmatte, im Hintergrund zwei Personen mit Hanteln

Die Behandlungsziele in der Physiotherapie bei Osteoporose

Knochen stärken

Durch gezielte Krankengymnastik bei Osteoporose lässt sich der Knochenschwund zwar nicht rückgängig machen, aber deutlich verlangsamen. Hierbei werden hauptsächlich Übungen angewandt, welche den Knochen axial (Stand, Vierfüßler etc.) belasten. Bei PhysioStich kann die Krankengymnastik als Hausbesuch direkt bei Ihnen zu Hause bzw. Ihrem Wunschort durchgeführt werden.

Wirbelsäule entlasten

Im Rahmen der Haltungsschulung wirken wir einer krummen Körperhaltung entgegen und sorgen dafür, dass die aufrechte Haltung der Wirbelsäule bestehen bleibt oder wiederhergestellt wird. Übungen auf dem Gymnastikball, einem Hocker oder im Stehen gibt es zahlreich. Unsere Physiotherapeuten zeigen Ihnen u. a. mithilfe eines Therabandes, wie Sie einem „Hexenbuckel“ entgegenwirken.

Muskulatur kräftigen

„Ohne starke Muskeln, keine starken Knochen“ schreibt der Bundesselbsthilfeverband für Osteoporose e. V. Starke Muskeln stabilisiert das Knochengerüst, sorgt für eine aufrechte Haltung und beugt Stürzen vor. Mithilfe von Übungen, unter Einbezug der Schwerkraft oder anderer Hilfsmittel, können wir Ihnen bei einem Hausbesuch zeigen, wie Sie selbst jeden Tag zu Hause etwas für eine starke Muskulatur tun können.

Sturzprophylaxe

Um ein Fallen und Stürzen zu verhindern und die Gefahr eines Knochenbruches zu reduzieren, ist ein intaktes Gleichgewicht und eine gute Koordination entscheidend. Außerdem bietet die Behandlung zu Hause noch einen großen Vorteil: Stolperfallen zu Hause können mit Hilfe Ihrer Therapeutin/Ihres Therapeuten leicht erkannt und eventuell beseitigt werden. Wir zeigen Ihnen gerne, wie Sie mithilfe von Physiotherapie Ihr Gleichgewicht verbessern können.

Mobile Physiotherapie bei Osteoporose mit PhysioStich

Die Physiotherapeutinnen und -therapeuten unserer Praxis in München erarbeiten mit Ihnen gemeinsam ein individuelles Heimprogramm, welches ganz auf Ihr Beschwerdebild abgestimmt wird. Zu unserem Leistungsspektrum zählen unter anderem Manuelle Therapie bei Osteoporose, gezielte Krankengymnastik sowie Massagen als Hausbesuch, die zur Lockerung der Muskulatur, Schmerzlinderung und Verbesserung der Beweglichkeit beitragen können. Bei unserem Physiotherapie Hausbesuch müssen Sie keine Einschnitte in der Behandlungsqualität machen. Behandlungsbank und -geräte bringen wir selbstverständlich mit zu Ihnen.

FAQs zur Physiotherapie bei Osteoporose

Welche Übungen darf man bei Osteoporose nicht machen?

Bei Osteoporose sollten Übungen vermieden werden, die mit ruckartigen Bewegungen, starken Drehungen der Wirbelsäule oder hoher Stoßbelastung verbunden sind. Auch starkes Beugen oder Verdrehen unter Last kann das Frakturrisiko erhöhen. Übungen sollten stets kontrolliert, schmerzfrei und an die individuelle Belastbarkeit angepasst durchgeführt werden.

Ist eine Physiotherapie bei Osteoporose gut?

Ja, Physiotherapie ist eine sehr wirkungsvolle Maßnahme bei Osteoporose. Sie verbessert Kraft, Koordination und Haltung, stärkt die knochentragende Muskulatur und reduziert das Risiko für Stürze und Frakturen. Gleichzeitig kann sie helfen, Schmerzen zu lindern und alltägliche Bewegungsabläufe sicherer zu gestalten.

Welche Vorteile hat Physiotherapie bei Osteoporose?

Physiotherapie trägt dazu bei, den Knochenabbau zu verlangsamen und die körperliche Belastbarkeit zu erhalten. Sie hilft, eine aufrechte Körperhaltung zu fördern, das Gleichgewicht zu verbessern und Stürze zu vermeiden.

Ist eine Massage bei Osteoporose gut?

Sanfte Massagen können bei Osteoporose sehr hilfreich sein – vor allem zur Lockerung verspannter Muskulatur und zur Schmerzlinderung. Sie fördern die Durchblutung, verbessern die Körperwahrnehmung und tragen zur Entspannung bei.

Ist eine Manuelle Therapie bei Osteoporose sinnvoll?

Manuelle Therapie bei Osteoporose kann eine sinnvolle Ergänzung zur Krankengymnastik sein, sofern sie angepasst und schonend durchgeführt wird. Sie zielt darauf ab, Bewegungsblockaden zu lösen, Gelenkfunktionen zu verbessern und muskuläre Dysbalancen auszugleichen. In geschulter Hand kann die Manuelle Therapie zu mehr Mobilität und Lebensqualität beitragen.

Ältere Frau übt Atemtherapie mit Gerät, betreut von Therapeutin.

Atemtherapie in Frankfurt und Offenbach am Main

Wir therapieren Sie mit Atemtherapie bei Ihnen zu Hause

Unsere Kollegin und Physiotherapeutin Alicia Wauer ist nun zertifizierte Atemtherapeutin (Ausbildung in reflektorischer Atemtherapie) und unterstützt Sie oder einen Angehörigen bei allen Lungenerkrankungen, wie beispielsweise dem Lungenemphysem, Asthma, Bronchitis, COPD und bei Lungenkrebs im Hausbesuch. Ebenso kann die Atemtherapie bei Rückenscherzen und anderen Beschwerden des Bewegungsapparates zur Anwendung kommen. Frau Wauer besucht Sie in Frankfurt, Offenbach, Rodgau, Mühlheim am Main, Heusenstamm und weiteren Orten südlich von Frankfurt.

Kontaktieren Sie uns gerne und vereinbaren Sie einen Termin bei Frau Wauer.

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