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Autor: Stefan Stich

Therapeut behandelt Bein auf Massageliege in Praxisumgebung.

Schwellung nach Knie-OP? Lymphdrainage als Lösung

Das Knie ist das größte Gelenk des menschlichen Körpers und ist hohen Belastungen ausgesetzt und folglich anfällig für Abnutzung oder Gelenkverschleiß sowie Verletzungen. Neben dem Knorpel können auch alle anderen Strukturen, wie Sehnen, Kreuzbänder und die Menisken degenerieren oder in Mitleidenschaft gezogen werden. Neben nicht-invasiven Behandlungen können auch konservative Maßnahmen zu einer Heilung oder Schmerzlinderung führen. Bestehen die Kniebeschwerden und Einschränkungen über einen längeren Zeitraum, ist eine Operation des Kniegelenks allerdings meist unumgänglich.

Operationen am Knie können unter anderem bei folgenden Diagnosen zum Einsatz kommen:

  • Kniegelenksarthrose
  • Meniskusverletzungen
  • Kreuzbandrisse
  • Knochenbrüche, z. B. Patellafraktur, Tibiakopffraktur

Nach einer Operation am Knie ist das Gelenk in der Regel dick und fühlt sich geschwollen an. Das Wasser im Knie sorgt für ein Spannungsgefühl im Kniegelenk und führt dazu, dass man das Gelenk nicht mehr richtig beugen kann. Bis das Ödem bzw. das Wasser aus dem Gelenk resorbiert wird, dauert es einige Zeit. Doch wie bekommt man Flüssigkeit aus dem Knie? Welche Hausmittel helfen gegen die Schwellung und was können Sie selbst unterstützend gegen das Ödem tun? Wie sinnvoll ist eine Lymphdrainage bei Schwellung nach einer Knie-OP? Diese Fragen möchte wir Ihnen hier beantworten.

Dauer der Schwellung im Knie nach einer OP ohne Lymphdrainage

Die genaue Dauer einer solchen Schwellung lässt sich pauschal nicht vorhersagen. In den ersten Tagen nach dem Eingriff schwillt das Gelenk als Reaktion auf die durch die OP hervorgerufenen Verletzungen und Entzündungen an. Je nach Art des Eingriffes oder Nebenerkrankungen kann dies einige Tage bis Wochen dauern, bis die Schwellung zurückgeht. Ärzte verordnen deshalb nach der Operation häufig Lymphdrainage am Knie, damit das Ödem schnell wieder verschwindet und Sie das Knie nach der OP bald wieder besser beugen können. Die Lymphdrainage fördert ebenso die Heilung bei z. B. einem neuen Kniegelenk.

Diese Maßnahmen wirken für das Knie abschwellend

Was können Sie selbst gegen eine Schwellung tun und wie bekommt man Flüssigkeit aus dem Knie?

Neben der Lymphdrainage nach einer Knie OP, gibt es weitere effektive Möglichkeiten und Hausmittel, damit die Flüssigkeit im Knie reduziert und die Schwellung vermindert wird:

  • Lagern Sie das operierte Knie richtig, indem Sie das Bein hochlagern
  • Vermeiden Sie einengende Kleidung
  • Kühlen mittels Eis: Wickeln Sie ein Handtuch um das Eis und legen Sie dieses für 5–10 Minuten auf das operierte Knie. Vermeiden Sie zu langes Kühlen und intensive Kälte. Lieber milder und öfter am Tag als zu lange und zu kalt
  • Quarkwickel
  • Aktivieren Sie die Muskelpumpe, indem Sie den Fuß stündlich beugen und strecken. Wiederholen Sie die Bewegung 30-mal
  • Kompressionsstrümpfe
  • Kinesiotape
Geschwollenes Knie

Wie wird eine Lymphdrainage am Knie durchgeführt?

Der Patient/die Patientin liegt dabei auf dem Rücken und das operierte Knie wird hochgelagert. Durch sanfte Massagetechniken, welche durch den Physiotherapeuten oder der Physiotherapeutin durchgeführt wird, werden Blockaden im Lymphsystem gelöst und Wasser vermehrt in Richtung Lymphknoten abtransportiert. Die Lymphflüssigkeit fließt dann über die Lymphgefäße ab und mündet folglich wieder im Blutkreislauf. Die Lymphdrainage nach einer Knie-OP z. B. bei einem neuen Kniegelenk beginnt an den Lymphknoten am Hals, Bauch und in der Leiste. Diese werden durch sehr sanfte Massagegriffe aktiviert. Anschließend beginnt der Lymphdrainage-Therapeut mit der schonenden, aber hocheffektiven Lymphdrainage-Behandlung des Beines und des Knies. Schmerzen treten während der Lymphdrainage nicht auf. Im Gegenteil: die Lymphdrainage wirkt abschwellend, reduziert das Ödem und das Wasser im Knie und fühlt sich zudem für den Patienten sehr angenehm und wohltuend an.

Wann beginnt man mit der Lymphdrainage nach der OP und wie lange wird die Lymphdrainage nach z. B. einer Knie TEP angewandt?

Bereits am Tag nach der Operation verordnen die meisten Ärzte Lymphdrainage. Je früher damit begonnen wird, desto schneller kann die Schwellung im Knie reduziert werden. Für eine effektive Lymphdrainage nach einer Knie-OP benötigt der Physiotherapeut mindestens 30 Minuten, idealerweise mehr. Wir empfehlen unseren Patienten eine Dauer von 60 Minuten, um optimale Behandlungsergebnisse zu erreichen. Da sich die Effekte einer Lymphdrainage meist schon nach 24 Stunden merklich verringern, empfehlen wir zu Beginn die Lymphdrainage häufig, nahezu täglich durchzuführen. In den kommenden Tagen und Wochen wird die Schwellung zurückgehen und das Knie ist wieder beweglicher und lässt sich leichter beugen. Die Physiotherapie wird darauf hin angepasst und die Dauer der Lymphdrainage reduziert und andere, aktive Maßnahmen wie Krankengymnastik oder Manuelle Therapie zusätzlich durchgeführt.

Kann man Lymphdrainage am Knie selbst machen?

Ihr Physiotherapeut kann Ihnen effektive Griffe beibringen, welche Sie ziemlich rasch selbst anwenden können. Allerdings ist es dennoch wichtig, weiterhin eine laufende Begleitung durch einen ausgebildeten Physiotherapeuten zu haben. Ansonsten können sich schnell falsche Methoden einschleichen, die einer Heilung nicht förderlich sind und sogar bleibende Schäden hinterlassen können. Wir raten deshalb meist davon ab, die Behandlung eigenständig durchzuführen, auch wenn Ratgeber aus dem Internet meist anderes empfehlen.

Wie lange muss ich das Bein nach einer OP hochlegen und wie lange besteht die Schwellung?

Damit das Knie möglichst schnell abschwillt und das Wasser in den Beinen nach der Knie-Operation zurückgeht, ist es hilfreich, das operierte Knie direkt im Anschluss nach der OP hochzulegen. Hierbei ist es wichtig, dass der Fuß höher als das Knie und das Knie höher als das Becken gelagert werden. Je geschwollener das Knie, desto wichtiger ist ein regelmäßiges Hochlagern. Im Laufe der nächsten Tage und Wochen tritt die Schwellung im Kniegelenk allmählich zurück und das Hochlagern kann reduziert werden. Wie lange Sie das Bein hochlegen müssen, hängt vom individuellen Heilungsverlauf ab. Fragen Sie hier gerne Ihre/n Physiotherpeuten/in.

Wie oft benötigt man die Lymphdrainage nach einer OP?

Hier gilt: Je häufiger desto besser. Nach der Knie-OP (z. B. bei einem neuen Kniegelenk) ist zum einen das Lymphsystem beeinträchtigt und kann weniger abtransportieren und zum anderen fällt, wie bei jeder Verletzung oder Operation, mehr Wasser an, welches abtransportiert werden muss. Die Lymphdrainage bringt den Stoffwechsel in Schwung und Wasser im Gewebe und im Knie wird schneller abtransportiert. Dieser Effekt hält in der Regel einige Stunden an und auch nach der Lymphdrainage wird vermehrt Wasser zurückgeführt und die Schwellung reduziert. Die Lymphdrainage kann daher auch mehrere Male am Tag durchgeführt werden, damit die Schwellung im Knie möglichst schnell reduziert wird.

Wie erhalte ich Lymphdrainage nach einer OP? Wer ist der richtige Ansprechpartner?

Grundsätzlich gilt: Ist es eine geplante OP, dann lohnt sich sich frühzeitig nach einem Physiotherapeuten umzuschauen, der die Lymphdrainage durchführen kann. Bereits vor der OP die Therapie-Termine zu vereinbaren, vermeidet hektisches Suchen nach der Knie-Operation.

Zusätzlich sollten Sie bedenken, dass Sie gerade in den ersten Tagen nachdem Sie aus dem Krankenhaus entlassen wurden stark bewegungseingeschränkt sind. Mobile Physiotherapie sind hierfür genau das geeignete Mittel, um eine zusätzliche Belastungs des Knies durch den Weg zur Praxis, das Warten im Wartezimmer etc. zu vermeiden. Kontaktieren Sie uns deshalb gerne, wenn Sie Lymphdrainage nach einer Knie-Operation benötigen. Unsere geschulten Physiotherapeuten kommen gerne zu Ihnen und unterstützen Sie bei der Heilung.

Personen halten Hanteln, trainieren in physiotherapeutischem Umfeld.

Das Bobath-Konzept in der Physiotherapie

Die neurologische Krankengymnastik – auch KG-ZNS genannt – bietet einige effektive Konzepte, Techniken und Methoden, um Menschen mit neurologischen Erkrankungen in der Physiotherapie zu behandeln. Neben Vojta und PNF ist die Behandlung nach Bobath eine renommierte und wirkungsvolle Wahl.

Das zentrale Nervensystem (ZNS), bestehend aus Gehirn und Rückenmark, ist das Zentrum, in dem Informationen aus sämtlichen Nervenbahnen verarbeitet und verschaltet werden. Hier werden Bewegungen initiiert und Muskulatur angesteuert. Sinne wie Riechen, Schmecken, Fühlen werden hier wahrgenommen. Das Zentralnervensystem ist auch für das logische Denken, das Gedächtnis, das Bewusstsein, für Emotionen und Gefühle verantwortlich.

Wie jedes andere Organ können auch Gehirn und Rückenmark erkranken, degenerieren oder durch Verletzungen beschädigt werden und somit die natürliche Funktion beeinträchtigen. Zu den häufigsten Erkrankungen des zentralen Nervensystems in der Physiotherapie zählen neben Schlaganfällen, Folgen von Gehirnblutungen auch Parkinson, ALS, Gehirntumoren, Querschnittslähmungen und Demenzen.

Stabilisation Schultergürtel nach dem Bobath-Konzept

Jede dieser Erkrankungen hat ihre eigene Pathogenese. Also eine eigene Ursache und Entstehungsgeschichte und Verlauf. Eines haben aber alle gemeinsam: Die gesunde und natürliche Funktion des Zentralnervensystems ist beeinträchtigt. Die Beschwerden und Symptome bei zentralneurologischen Erkrankungen können, je nach Diagnose und Lokalisation, sehr unterschiedlich sein.

Hierzu zählen:

  • Beeinträchtigung der Motorik
  • Spastik und Lähmungen
  • Koordinationsstörungen
  • Gleichgewichtsstörungen
  • Sprach-, Sprech-, Schluckstörungen
  • Beeinträchtigung des Gedächtnisses
  • Haltungsschwächen
  • u.v.a.

Was ist die Krankengymnastik nach Bobath?

Die Behandlung nach Bobath wird in erster Linie zur Rehabilitation von Patienten mit neurologischen Erkrankungen, wie zum Beispiel nach Schlaganfällen oder bei Parkinson eingesetzt.

Das Bobath-Konzept bietet ein breites Spektrum an physiotherapeutischen Behandlungsmöglichkeiten und effektiven Techniken. In der Physiotherapie sprechen wir bewusst vom Bobath-Konzept und nicht von der Bobath-Technik. Ein Konzept beinhaltet neben Techniken immer auch eine zugrundeliegende Philosophie und Idee, welche nicht nur während der Physiotherapie-Stunde ausgeführt wird, sondern den Patienten den ganzen Tag über, auch außerhalb der Physiotherapie, begleitet. Durch ein regelmäßiges Wiederholen und Üben, können verlorengegangene Bewegungen und Fähigkeiten neu gelernt und wiederhergestellt werden.

Bobath-Therapie im Rahmen von Physiotherapie Hausbesuchen

Unsere erfahrenen Physiotherapeuten im Hausbesuch erstellen Ihnen einen individuellen Behandlungsplan, um individuell auf Ihre Beschwerden bei einer neurologischen Erkrankung und den häuslichen Gegebenheiten eingehen zu könen. Hier bietet die Behandlung mit der Bobath-Therapie zu Hause einen entscheidenden Vorteil:

  • Sie sparen sich den mühsamen Weg in eine Praxis. Gerade bei Patienten mit neurologischen Erkrankungen kann die Anreise zur Praxis Spastiken und andere Symptome verstärken. Die stressfreie Behandlung zu Hause schont Ihre Kraftreserven, welche Sie für eine effektive Behandlung nach Bobath benötigen.
  • Die mobile Physiotherapie bei Ihnen zu Hause bietet bei neurologischen Beschwerden eine individuellere Betreuung, da wir uns vor Ort ein genaues Bild Ihrer alltäglichen Situation machen können.
  • Zielgenauere Übungen können an die exakten Gegebenheiten Ihres Alltags angepasst werden. Diese werden erfahrungsgemäß einfacher und häufiger wiederholt, da wir Sie gemeinsam mit Ihnen in den örtlichen Gegebenheiten üben, die Sie später auch haben.

Bobath-Übungen bei Ihnen zu Hause

Unsere Bobath-Therapeuten erstellen mit Ihnen ein effektives Heimprogramm, individuell angepasst an ihre häusliche Situation und Zielsetzung, damit Sie schnellstmöglich Fortschritte in der Bobath-Therapie erzielen können.

Physiotherapie nach Bobath

Kontaktieren Sie uns bitte telefonisch oder per Mail, sollten Sie weitere Fragen zur Bobath-Therapie haben. Unsere erfahrenen und festangestellten Physiotherapeuten unterstützen Sie bei Ihnen zu Hause in Berlin, Hamburg, München, Frankfurt, Köln, Wiesbaden, Bonn oder Mainz.

Ein Therapeut hilft älterem Mann bei Armübungen drinnen.

PNF – Physiotherapie bei neurologischen Erkrankungen. Was verbirgt sich dahinter?

Propriozeptive neuromuskuläre Fazilitation (PNF) ist eine physiotherapeutische Analyse- und Behandlungstechnik. Neben dem Bobath-Konzept und der Vojta-Therapie mit Sicherheit eine der renommiertesten und effektivsten Behandlungstechniken für alle Patienten mit neurologischen Erkrankungen, wie z.B. Schlaganfall, Multiple Sklerose, Parkinson.

Seit wann gibt es PNF – ist PNF eine neuartige Methode

PNF wurde in den 50er Jahren des letzten Jahrhunderts von der amerikanischen Physiotherapeutin Margarete Knott und dem Neurophysiologen Herman Kabat entwickelt. Das Modell ansich ist aber sogar noch älter, da Knott und Kabat auf dem sogenannten „Gesetz nach Sherrington“ aufbauen. Dieses besagt, dass die Reizung des einen Antagonisten nachlässt, wie die Reizung des Agonisten zunimmt.

Was ist das zentrale Nervensystem und wie wird es beeinflusst bzw. verändert?

Das zentrale Nervensystem (ZNS) ist das Zentrum, die Schalt- und Steuerzentrale unseres Körpers und der Psyche. Neben sensorischen (Empfindungen, Gerüche, Sehen etc.) Funktionen werden durch das Gehirn über die motorischen Nerven Bewegungen in Auftrag gegeben.

Durch Verletzungen (z. B. bei einer Querschnittslähmung, Schädel-Hirn-Trauma), Degenerationen (Parkinson oder Demenz) und anderen Erkrankungen wie z. B. einem Schlaganfall, können die unterschiedlichsten Symptome – je nach Art und auch Region im Gehirn – auftreten.

Auch weitere Erkrankungen des zentralen Nervensystems behandeln wir in der Physiotherapie nach PNF:

  • Amyotrophe Lateralsklerose (ALS)
  • Multiple Sklerose (MS oder ED)
  • Folgen einer Gehirnblutung
  • Gehirntumore
  • etc.

Die Beschwerden können vielseitig und komplex ausfallen. Je nach Lokalisation im Gehirn und Form der Grunderkrankung oder Stadium zeigen sich unterschiedliche Symptome. Die häufigsten Symptome bei Erkrankungen des Zentralnervensystems sind:

  • Haltungsschwäche und schlechte Motorik
  • Steife und verhärtete Muskulatur (muskulärer Hypertonus) oder Spastik
  • Gleichgewichtsstörungen
  • Koordinationsstörungen
  • Störungen beim Sprechen und Schlucken
  • Gedächtniseinschränkungen

Was genau ist die PNF-Therapie?

Gesunde und natürliche Bewegungen finden stets dreidimensional und in immer wiederkehrenden Mustern statt. Ihr Körper kann diese über die sogenannten „Bewegungsfühler“ (Rezeptoren) wahrnehmen – ohne, dass Sie hinsehen müssen. Auch mit geschlossenen Augen können Sie fühlen, ob ihr Arm gestreckt oder angewinkelt ist. Diese Rezeptoren sind in der PNF-Therapie das Schlüsselelement. Durch spezielle Bewegungsabläufe, insbesondere Drehungen und Rotationen, werden die typischen Muskelverläufe stimuliert, aktiviert und dadurch die Wahrnehmung wieder gestärkt. Die aktivierten Bewegungsmuster können Beweglichkeit, Kraft und Ausdauer verbessern und die Koordination und das Zusammenspiel der vielen Muskeln wird trainiert.

Dabei wird immer der jeweilige Gesundheitszustand berücksichtigt und individuelle Behandlungsansätze erarbeitet.

PNF beim Physiotherapie-Hausbesuch

Der Hausbesuch ist zeit- und kräftesparend. Es gibt keinen langen und anstrengenden Anfahrtsweg in die Praxis. Bei der Behandlung nach PNF benötigen Sie Konzentration und Kraft und überanstrengen sich nicht unnötig mit der Anreise. Die Physiotherapie Hausbesuche ermöglicht es Ihrem Physiotherapeuten zudem individuell auf Ihre häuslichen Bedürfnisse einzugehen.

Heimprogramm und PNF-Übungen für zu Hause

Unsere PNF-Therapeuten entwerfen und bauen Ihnen individuelle Übungen, angepasst an Ihre Fähigkeiten, Ziele und örtliche Situation. Die Behandlung mit PNF kann bei fortführender Behandlung zu deutlichen Besserungen, mehr Kraft, Ausdauer und Koordination führen. Mit PNF können wir die Haltung, das Gehen, Greifen und alle anderen Bewegungen verbessern.

Physiotherapie mit PNF

Haben Sie Fragen zur Behandlung mit PNF, dann helfen wir Ihnen gerne telefonisch oder per E-Mail weiter. Unsere erfahrenen und festangestellten Physiotherapeuten unterstützen Sie bei Ihnen zu Hause in München, Hamburg, Frankfurt, Wiesbaden, Mainz oder Berlin.

Älterer Mann joggt draußen bei sonnigem Wetter im Grünen.

Schlaganfall: Wie kann Physiotherapie danach helfen?

Hausbesuche in der Physiotherapie nach einem Schlaganfall

Ein test Schlaganfall (Hirninfarkt, Hirnschlag, Hirnembolie) tritt meist ohne Vorwarnung auf und verändert das Leben von heute auf morgen. Je schneller die intensivmedizinische Behandlung erfolgt und im Anschluss die Physiotherapie beginnt, desto großer sind die Heilungschancen und Erfolge.

Unter einem Schlaganfall im engeren Sinne versteht man in der Medizin eine akut auftretende Durchblutungsstörung des Gehirns. Eine Gehirnblutung (Einblutung in das Gehirn durch ein defektes Blutgefäß) wird im Volksmund ebenso als Schlaganfall bezeichnet. Hier wird in der Medizin aber differenziert und zählt nicht dazu. Die Folgen einer Mangeldurchblutung des Gehirns können unterschiedlich sein und haben oft schlimme Auswirkungen. Je nachdem welcher Bereich des Gehirns betroffen ist, entwickeln sich unterschiedliche Symptome: Halbeseitige und spastische Lähmungen, Sprach- und Sehstörungen sowie der Verlust der Feinmotorik sind typische Folgen.

Hier finden Sie Informationen zum Thema Schlaganfall und wie wir Sie oder dem betroffenen Angehörigen mit unserer mobilen Physiotherapie bestmöglich unterstützen.

Physiotherapie ist entscheidend für einen guten Behandlungserfolg

Durch den akuten Sauerstoffmangel im Nervengewebe kommt es zum Absterben von Gehirnzellen und somit zum Verlust von wichtigen motorischen und sensorischen Funktionen. Das Gehirn ist aber in der Lage „Verlerntes“ neu zu erlernen. Es werden beispielsweise neue Verbindungen zwischen den einzelnen Nervenzellen (Synapsen) gebildet, welche es dem Patienten ermöglichen, verlorengegangene Funktionen (Gehen, Treppe steigen, Gleichgewicht halten) wieder zu erwerben. Hierbei ist eine regelmäßige und frühzeitige Physiotherapie essenziell.

Die richtige Physiotherapie nach einem Schlaganfall

In der Physiotherapie stehen uns einige Konzepte und Methoden nach einem Schlaganfall zur Verfügung, um unsere Patienten bestmöglich zu unterstützen.

In der Regel wird das Bobath-Konzept angewandt, welches einem 24-Stunden-Konzept gleicht. Hierbei geht der Physiotherapeut neben den Folgen des Schlaganfalls auch auf die häusliche Situation, die individuellen Bedürfnisse und Ziele des Patienten ein. Der Patient erlernt z. B. das Aufstehen und Hinsetzen unter Anleitung und Unterstützung des Therapeuten erneut. Wir sprechen von einem 24-Stunden-Konzept, da der Patient und die Angehörigen nach der Therapie dazu angehalten sind, das neu Erlernte auch im Alltag umzusetzen, damit ein normaler Bewegungsablauf nicht durch eine Kompensation und unnatürliche Motorik ersetzt wird. Wir beraten Sie hierzu gerne und geben Ihnen und Ihren Angehörigen hilfreiche Ratschläge, wie Sie schnellstmöglich gute Behandlungsergebnisse erzielen.

Neben dem Bobath-Konzept bietet die Physiotherapie noch Behandlungsmethoden nach Vojta und PNF.

Beim Konzept nach Vojta werden im Gehirn vorhandene Bewegungsmuster angebahnt. Hierbei löst der Therapeut Reflexe aus, welche durch Stimulation gewisser Punkte (Becken, Schulterblatt, Ellenbogen etc.) aktiviert werden. Somit werden Muskel- und Nervenfunktionen angebahnt, welche die allgemeine Beweglichkeit verbessern. Das Vojta-Konzept ist evidenzbasiert und wurde vom Neurologen Václav Vojta entwickelt.

Das Ziel von PNF ist die Verbesserung von Kraft, Ausdauer und Koordination durch eine verbesserte Zusammenarbeit von Nerven und Muskulatur. Unsere Bewegungen im Alltag sind dreidimensional und werden häufig in immer wiederkehrenden Mustern ausgeführt. Diese Bewegungsabläufe werden im PNF passiv (durch den Therapeuten), aktiv oder gegen Widerstand des Therapeuten ausgeführt.

Übungen für Schlaganfallpatienten

Wir haben für Sie einige typische Übungen bei einem Schlaganfall zusammengestellt. Diese müssen natürlich auf Ihre individuelle Situation angepasst werden und haben keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Wichtig bei einem Schlaganfall ist immer, dass man sofern möglich sehr zeitnah mit aktiven Übungen beginnt und dieses sehr konsequent regelmäßig durchführt. Hier ist es natürlich besonders hilfreich, wenn Ihnen ein Therapeut zu Hause in der gewohnten Umgebung mit den vorhandenen Gegebenheiten die Übungen zeigt, da so eigenständige Wiederholungen deutlich einfacher sind, da sie nicht auf eine neue Umgebung adaptiert werden müssen.

Titelseite des PhysioStich-Trainingsbuchs für Schlaganfallpatienten

Weitere Übungen finden Sie in unserem Übungsbuch mit typischen Übungen für Schlaganfallpatienten, das unsere TherapeutInnen Ihnen gerne aushändigen.

Unser Trainingsbuch mit typischen Übungen für Schlaganfallpatienten

Häufige Fragen

Warum ist Physiotherapie nach einem Schlaganfall so wichtig?

Durch den Sauerstoffmangel sterben Gehirnzellen ab, und wichtige motorische und sensorische Funktionen gehen verloren. Das Gehirn kann Verlerntes aber neu erlernen, indem es neue Verbindungen zwischen Nervenzellen bildet. Eine regelmäßige und frühzeitige Physiotherapie hilft, Funktionen wie Gehen, Treppensteigen und Gleichgewicht wiederzuerlangen.

Welche Methoden werden in der Physiotherapie nach einem Schlaganfall eingesetzt?

In der Regel wird das Bobath-Konzept angewandt. Daneben stehen die Behandlung nach Vojta und PNF (Propriozeptive Neuromuskuläre Fazilitation) zur Verfügung. Die Therapeutin oder der Therapeut richtet die Behandlung an den Folgen des Schlaganfalls, der häuslichen Situation und den persönlichen Zielen aus.

Was bedeutet „24-Stunden-Konzept“ beim Bobath-Konzept?

Das in der Therapie Erlernte soll auch im Alltag umgesetzt werden, mit Unterstützung der Angehörigen. So wird verhindert, dass ein normaler Bewegungsablauf durch Ausweichbewegungen und unnatürliche Motorik ersetzt wird.

Kann die Physiotherapie nach einem Schlaganfall zu Hause stattfinden?

Ja. Die Therapeutinnen und Therapeuten von PhysioStich kommen im Hausbesuch zu Ihnen. Übungen werden so direkt in der gewohnten Umgebung gezeigt und lassen sich dort leichter selbstständig wiederholen.

Wir unterstützen Sie mit Physiotherapie zu Hause

Unsere Physiotherapeutinnen und -therapeuten sind für Sie oder einen Ihrer Angehörigen nach einem Schlaganfall gerne da. Wir besuchen Sie in München, Frankfurt, Wiesbaden, Mainz, dem Taunus und in Hamburg.

Kontaktieren Sie uns gerne telefonisch und wir beraten Sie ausführlich über die Behandlung bei Ihnen im Hausbesuch.

Ihr Team von PhysioStich

Wirbelsäulenmodell liegt auf Buch, in einer Praxisumgebung.

Physiotherapie bei HWS, LWS, BWS-Syndrom

Wirbelsäulensyndrom (WS-Syndrom) und Physiotherapie

Sobald Rückenschmerzen auftreten, denken viele Patienten und Betroffene an einen Bandscheibenvorfall oder einen „eingeklemmten Nerv“. In Wahrheit sind ca. 90 % aller Rückenschmerzen unspezifisch. Das bedeutet, dass keine Struktur (Bandscheibe, Gelenk, Rippe, Spinalkanal o. Ä.) ausfindig gemacht werden kann, welche die Schmerzen im Rücken oder Nacken erklären lassen können.

Wenn Sie an Rückenschmerzen leiden und den Hausarzt oder Orthopäden konsultieren, stellen diese häufig die Diagnose HWS-, BWS- oder LWS-Syndrom. Salopp gesagt: Schmerzen irgendwo im unteren Rücken (Lendenwirbelsäule), auf Höhe der Brustwirbelsäule oder eben Nackenschmerzen (Halswirbelsäule). Unter einem Syndrom versteht man, wenn mehrere Symptome gleichzeitig vorhanden sind. Diese können stark variieren und sind äußerst unterschiedlich.

Wirbelsäulensyndrom und Symptome

Da bei dieser Diagnose oft nicht geklärt ist, welche Struktur für den Schmerz verantwortlich ist, können die Symptome recht unterschiedlich sein. Grundsätzlich unterscheiden wir in der Physiotherapie und Medizin Schmerzen in der Halswirbelsäule (HWS-Syndrom), der Brustwirbelsäule (BWS-Syndrom) sowie der Lendenwirbelsäule (LWS-Syndrom):

Mögliche Symptome bei einem HWS-Syndrom:

  • Nackenschmerzen
  • Schmerzen im Bereich der Schulter
  • Kopfschmerzen
  • Ohrgeräusche
  • Schwindel
  • Sehstörungen
  • Kieferbeschwerden
  • Schmerzen im oberen Rücken
  • Kribbeln und Taubheit im Arm oder in den Fingern

Mögliche Symptome bei einem BWS-Syndrom:

  • Schmerzen und Beschwerden im Bereich des oberen Rückens
  • Schmerzen, welche nach vorne in den Brustkorb ziehen
  • Durch blockierte Rippen kann die Einatmung schwerfällig, schmerzhaft sein oder sich „blockiert“ anfühlen
  • Kopfschmerzen
  • Das vegetative Nervensystem hat seinen Ursprung unter anderem im Bereich der BWS, somit können Schwitzen und Herzrasen weitere Symptome sein

Mögliche Symptome bei einem LWS-Syndrom:

  • Schmerzen im unteren Rücken
  • Ausstrahlungen in das Gesäß oder Bein bis in den Fuß möglich
  • Kribbeln in den Zehen
  • Ziehende Schmerzen in die Leiste

Bei diesen Symptomen sollten Sie dringend den Arzt aufsuchen:

  • Schmerzen im Bereich des Brustbeines
  • Schmerzen im Bereich des linken Armes
  • Rückenschmerzen mit starker Übelkeit oder Erbrechen
  • Rückenschmerzen in Kombination mit Fieber
  • Schmerzen im unteren Rücken und Inkontinenz
  • Lähmungen (z. B. Beinlähmungen)
  • Nackenschmerzen in Kombination mit plötzlichen Sprachstörungen oder Sprechstörungen
  • Stärkste Schmerzen beim Nachvornebeugen des Kopfes
  • Gewichtsverlust und andauernde Müdigkeit bzw. Abgeschlagenheit

Ursachen für Wirbelsäulensyndrome

Wie bereits erwähnt, ist bei der Diagnose HWS-, BWS- oder LWS-Syndrom nicht genau definiert, was die Schmerzen verursacht. Die Ursachen können unterschiedlich sein. In der Physiotherapie und Medizin wissen wir, dass folgende Möglichkeiten hinter den Rückenschmerzen stehen können:

  • Verspannte Muskulatur
  • Instabilität der Wirbelsäule wie z. B. Gleitwirbel
  • Bei Verschleißerscheinungen wie Arthrose in den Wirbelgelenken spricht man vom degenerativen Wirbelsäulensyndrom
  • Bandscheibenvorfälle oder -vorwölbungen
  • Eingeklemmter Nerv
  • Blockierter Wirbel
  • Entzündungen in den Gelenken

Eine genaue Diagnose ist bei Wirbelsäulensyndromen oft nicht notwendig, da die Schmerzen meistens binnen weniger Tage oder Wochen wieder verschwinden. Sollten die Rückenbeschwerden länger anhalten, wie bei einem degenerativen Wirbelsäulensyndrom, sollte der Arzt oder Orthopäde nach einer genauen Ursache mittels bildgebender Verfahren, wie Röntgen, CT oder MRT suchen.

Physiotherapeutische Behandlung bei einem BWS-LWS-Syndrom

Die richtige Therapie

Durch die unterschiedlichsten Möglichkeiten, welche ein Wirbelsäulensyndrom auslösen kann, gibt es ebenso viele Therapieansätze zur Behandlung.

Im akuten Stadium helfen Schmerzmittel oder muskelentspannende und entzündungshemmende Arzneien. Zusätzlich können Physiotherapie, Manuelle Therapie, Massagen und gezielte Übungen für den Rücken die Beschwerden schnell lindern und dafür sorgen, dass diese idealerweise nicht wieder kommen.

Einige empfohlene Übungen zur Behandlung von Wirbelsäulensyndromen

Übungen zur Behandlung des HWS-Syndroms

Dehnung des Nackenmuskels (M. trapezius) links

Ausführung:

  • Aufrechter Sitz oder Stand
  • Neigen Sie den Kopf (Ohrläppchen) zur rechten Schulter
  • Unterstützen Sie die Kopfbewegung mit der rechten Hand
  • Ziehen Sie die linke Schulter nach unten
  • Sie spüren die Dehnung am linken Nacken
  • Halten Sie die Position für 30 Sekunden und wiederholen Sie sie 2–3-mal

Dehnung des Schulterblatthebers (M. levator Scapulae) links

Ausführung:

  • Aufrechter Sitz oder Stand
  • Greifen Sie mit Ihrer rechten Hand an den Hinterkopf
  • Ziehen Sie den Kopf nach vorne/unten/rechts (bringen Sie die Nase zu Ihrer rechten Achsel)
  • Ziehen Sie die linke Schulter nach unten
  • Sie spüren die Dehnung am linken Nacken Richtung Brustwirbelsäule
  • Halten Sie die Position für 30 Sekunden und wiederholen Sie sie 2–3-mal

Übungen bei BWS-Syndrom

Mobilisation der Brustwirbelsäule und des Brustkorbes

  • Rückenlage auf dem Fußboden oder einem anderen nicht zu weichen Untergrund
  • Beine anstellen
  • Rollen Sie ein Handtuch zu einer Wurst/Rolle und legen Sie dieses quer unter Ihre Brustwirbelsäule
  • Ihr Rücken stülpt sich nun über das Handtuch
  • Ihre Brustwirbelsäule wird in Richtung Aufrichtung/Streckung mobilisiert
  • Bei tiefer Einatmung wird die Mobilisation verstärkt
  • Optional: Legen Sie Ihre Arme im 90-Grad-Winkel in der Schulter zur Seite. Hier verstärken Sie die Mobilisation der Brustwirbelsäule und dehnen zusätzlich Ihren Brustmuskel
  • Bleiben Sie 4–5 Minuten in dieser Position liegen

Kräftigung der Brustwirbelsäule und des Schultergürtels

  • Aufrechter Sitz oder Stand
  • Nehmen Sie ein Theraband in beide Hände
  • Beugen Sie beide Ellenbogen, sodass die Unterarme horizontal sind
  • Spannen Sie das Theraband, indem Sie die Hände auseinander bewegen
  • Die Ellenbogen bleiben dabei am Oberkörper
  • Bewegen Sie die Hände wieder zurück
  • Langsame und koordinierte Ausführung
  • Sie spüren die Anspannung an der Brustwirbelsäule und zwischen den Schulterblättern
  • Wiederholen Sie die Bewegung 12-mal in jeweils 3 Sätzen

Übungen bei LWS-Syndrom

Hubarme Mobilisation der Lendenwirbelsäule bei LWS-Schmerzen

  • Legen Sie sich auf die Seite und winkeln die Beine an
  • Positionieren Sie zwischen den Beinen ein Kissen, damit die Beine nicht aufeinander liegen
  • Kippen Sie das Becken langsam nach vorne und hinten (Enten-Po zum Rundrücken und wieder zurück)
  • Langsame und kontrollierte Bewegungen
  • Wiederholen Sie die Bewegung 20–30 Mal, pausieren Sie kurz und wiederholen Sie die Übung

Mobilisation der Lendenwirbelsäule und Dehnung der Rückenmuskulatur

Übung bei LWS-Syndrom (Mobilisation der Lendenwirbelsäule und Dehnung der Rückenmuskulatur)
  • Nehmen Sie die Rückenlage ein und stellen Sie die Beine an
  • Der Oberkörper bleibt liegen, während die Knie und Beine zu einer Seite fallen
  • Legen Sie die Beine/Knie entspannt auf einer Seite ab
  • Um die Dehnung zu verstärken, legen Sie den gegenüberliegenden Arm im 90-Grad-Winkel in der Schulter und Ellenbogen neben dem Körper ab
  • Bleiben Sie so für 1–2 Minuten liegen und wiederholen Sie die Übung ein paar Mal auf jeder Seite

Warum ist Physiotherapie zu Hause gerade bei Rückenschmerzen sinnvoll?

Die Rückenbeschwerden kommen meist nicht von alleine sondern haben ihre Ursache häufig durch unsachgemäßes, nicht-rückenfreundliches Verhalten. Ein Beispiel, mit welchem wir bei unseren Physiotherapie-Hausbesuchen immer wieder konfrontiert werden, ist das falsche Sitzen z. B. im Home-Office oder ungünstige Bewegungen beim Sport oder im Alltag. Hier ist es sinnvoll, dass sich der Physiotherapeut direkt bei Ihnen vor Ort ein Bild machen kann. Zudem zeigen wir Ihnen neben der Physiotherapie zu Hause eben genau, wie Sie Ihre Beschwerden künftig verhindern können. Dazu gehört zum Beispiel die ergonomische Ausrichtung Ihres Arbeitsplatzes, was wir gerne mit Ihnen gemeinsam anpassen.zu

Sollten Sie unter einem Wirbelsäulensyndrom leiden, stehen wir Ihnen gerne für Hausbesuche an unseren Standorten, wie u.a. Berlin, Hamburg, München, Frankfurt oder Wiesbaden zur Verfügung. Selbstverständlich beraten wir Sie auch telefonisch oder per E-Mail und planen mit Ihnen gemeinsam Ihr persönliches Therapieprogramm. Nutzen Sie die Vorteile unserer mobilen Physiotherapie und lassen Sie sich individuell und flexibel in Ihrer vertrauten Umgebung behandeln.

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Arzt hält Röntgenbilder, analysiert sie im medizinischen Raum.

Lymphdrainage nach Lymphknotenentfernung

Etwa eine von acht Frauen erkrankt im Laufe ihres Lebens an Brustkrebs. Die Diagnose „Krebs“ kommt meist unerwartet im Rahmen einer Vorsorgeuntersuchung mittels Mammographie oder beim Ertasten eines Knotens in der Brust. Der anstehende Untersuchungsmarathon und die zeitnahe Tumorentfernung sind wichtig für eine gute Heilungsprognose. Aber auch die anschließende Lymphdrainage nach Lymphknotenentfernung in der Achsel sind entscheidend für einen schnelle Heilungsverlauf und um die Nebenwirkungen nach Entfernung der Lymphkonten möglichst gering zu halten. Bei den Männern werden häufig Lymphknoten in der Leiste bei einer Prostatakarzinom-OP entfernt. Auch hier sollte mit der Lymphdrainage möglichst schnell begonnen werden.

Das Lymphsystem durchzieht unseren gesamten Körper. Veränderungen aufgrund einer OP führen oft zu weitreichenden Auswirkungen.

Was ist ein Lymphödem und wieso entsteht dieses nach einer Lymphknotenentfernung?

Von einem Lymphödem spricht man in der Medizin, wenn Gewebswasser nicht durch das Lymphsystem abtransportiert wird und der betroffene Bereich anschwillt. Die Ursachen können vielfältig sein. Beispielsweise bei einer Knie-OP oder nach einem Oberschenkelhalsbruch. Durch die Verletzung oder Operation fällt mehr Gewebswasser an, welches zusätzlich durch die Verletzung der Lymphgefäße nur langsam abtransportiert wird. In der Regel ist hier das Ödem binnen weniger Wochen verschwunden. Anders ist dies, wenn Lymphknoten entfernt wurden.

Die Lymphknoten in der Achsel dienen als wichtige Passage für die Lymphflüssigkeit des Armes. Werden hier Lymphknoten entfernt, kann es zu einem chronischen Lymphstau kommen, welcher über Jahre anhalten kann. Ähnlich wie bei einer blockierten Autobahnausfahrt, muss sich das Lymphwasser einen anderen Weg oder Umleitung suchen. Hier kommt die Lymphdrainage ins Spiel.

Gründe für die Lymphknotenentfernung

Wie oben beschrieben, dienen die Lymphknoten als Passage und auch Filter für die ankommende Flüssigkeit der jeweiligen Region. So fließt die Lymphflüssigkeit des Armes in die Achsel und die der Beine in die Leiste. Wächst ein Tumor unkontrolliert und nicht abgekapselt, so wandern bösartige Zellen weiter Richtung Lymphknoten. Hier können sich folglich Krebszellen ansiedeln und einen Lymphknoten befallen. Der Lymphknoten oder gleich mehrere müssen dann entfernt werden.

Lymphknoten entfernen: Das sind die Folgen

Wurde der Lymphknoten entfernt, arbeitet das Lymphsystem im betroffenen Bereich am Limit. Ein Lymphödem muss nicht unbedingt direkt nach der OP entstehen. Dies kann auch Jahre nach der Operation, z. B. bei einer Bagatelle-Verletzung wie einem Mückenstich oder einer kleinen Verletzung bei der Gartenarbeit entstehen.

Oberstes Gebot ist, die anfallende Lymphflüssigkeit über Umwege in andere Körperregionen zu drainieren. Hier kann die Lymphflüssigkeit über die gesunden und nicht entfernten Lymphknoten abtransportiert werden. In der Lymphdrainage nach Lymphknotenentfernung lenkt man quasi um.

Besonderheiten bei der Lymphdrainage nach Lymphknotenentfernung

Lymphdrainage nach Lymphknotenentfernung unterstützt den Heilungsprozess

Die Lymphdrainage ist absolut schmerzfrei und wohltuend. Die Massagegriffe der Lymphdrainage werden sehr sanft und langsam ausgeführt. Als Laie möchte man meinen: Das kann doch gar nicht wirken. Der Behandlungserfolg ist aber meist nach der ersten Behandlung zu sehen. So kann sich der Umfang der betroffenen Region deutlich verringern – mess-, sicht- und fühlbar. Da die Lymphbahnen direkt unter der Haut liegen, übt der Physiotherapeut oder die Physiotherapeutin nur sehr sanften Druck aus.

Zu Beginn der Behandlung aktiviert der Lymphtherapeut die Lymphknoten, welche das Wasser resorbieren sollen. Nach einer Lymphknotenentfernung z. B. in der linken Achsel, werden die Lymphknoten der rechten Achsel massiert und aktiviert. Hier soll das Lymphödem auch hingeleitet werden. Im weiteren Verlauf drainiert der Therapeut das Wasser mit sanften Griffen von der geschwollenen Seite in Richtung der nicht operierten Achsel. Der Effekt hält einige Stunden bis Tage an. Die Lymphdrainage sollte zu Beginn spätestens jeden zweiten Tag durchgeführt werden, damit sich ein nachhaltiger Effekt einstellt.

Verhalten nach Lymphknotenentfernung

Werden Lymphknoten entfernt, hat dies Nebenwirkungen und Folgen. Folgende Tipps können Sie zwischen den Lymphdrainage-Terminen anwenden, damit der Lymphabfluss stimuliert wird und der Arm beweglich bleibt.

  • Führen Sie Alltagsbewegungen ruhig und bis an die Schmerzgrenze durch
  • Vermeiden Sie in den ersten Tagen und Wochen nach der Brust-Operation das Abspreizen des Armes mit Gewicht
  • Anstrengende Sportarten bis 6 Wochen nach der OP sollten vermieden werden. Nordic Walking und Spazieren sind gut möglich
  • Starten Sie Ihre alltäglichen Aktivitäten langsam und machen Sie Pausen. Wenn der Arm nicht anschwillt, können Sie Ihre Aktivitäten Stück für Stück steigern
  • Sollte der Arm oder einzelne Finger anschwellen, sollte mit der Lymphdrainage möglichst schnell begonnen werden
  • Vermeiden Sie direkte Sonnenstrahlung sowie heiße Bäder oder Saunabesuche
  • Blutdruckmessungen und Blutentnahmen sowie Spritzen sollten nicht mehr auf der betroffenen Seite ausgeführt werden
  • Sie unterstützen den Lymphabfluss durch die richtige Lagerung des Armes. Hier sollte die Hand höher als der Ellenbogen sein, der Ellenbogen höher als die Schulter

Übungen bei Entfernung der Lymphknoten nach Brustkrebs

  • Muskelpumpe der Hand aktiviert den Abfluss: Schließen (Faust ballen) und öffnen Sie die Hand im Sekundenrhythmus für ca. eine Minute
  • Während des Einatmens ziehen Sie die Schultern nach oben zu den Ohren und während der Ausatmung wieder nach unten
  • Drehen Sie den Oberkörper nach links und rechts
  • Aufrechter Sitz vor einem Tisch: Wischen Sie mit beiden Händen auf dem Tisch nach vorne und wieder zurück
  • Machen Sie Ihren Rücken krumm und atmen dabei aus. Während der Einatmung strecken Sie sich wieder
  • Bringen Sie Ihre Hände zusammen und bewegen Sie diese nach oben Richtung Decke. Alternativ unterstützt die Hand der nicht-operierten Seite die Hand der operierten Seite
  • Führen Sie die Übungen mehrmals täglich durch, auch wenn der Arm angeschwollen ist. All diese Übungen fördern den Lymphabfluss und steigern die Beweglichkeit des Armes

Mobilisation und Behandlung des Narbengewebes nach Brustkrebsoperation

Narbengewebe kann verhärten und Bewegungen im Arm oder der betroffenen Extremität einschränken. Verminderte Beweglichkeit für zum schlechteren Abtransport der Lymphflüssigkeit und kann Stauung verursachen. Um dies zu verhindern können Sie selbst an der Mobilität Ihrer Narbe arbeiten.

Verschieben Sie die Narbe und das umliegende Gewebe sanft und großflächig mit der ganzen Hand im Verlauf der Narbe und auch quer. Sollte die Narbe die Beweglichkeit zulassen, ist auch ein lokales Mobilisieren mit einzelnen Fingern möglich. Steigern Sie die Intensität mit einer S-förmigen Mobilisation oder rollen und heben Sie das Gewebe ab.

Beginnen Sie mit der Narbenmobilisation ca. 3 Wochen nach der Operation. Steigern Sie die Intensität langsam. Beginnen Sie mit der Flachen Hand und mit nur wenig Druck und steigern Sie beides, sofern das Gewebe dies zulässt. Währen einer Krebsbestrahlung sollten Sie kein Behandlung der Narbe durführen. Bitte fragen Sie Ihre Physiotherapeutin bzw. Physiotherapeuten für eine individuellere Narbenbehandlung.

Wieso sind Hausbesuche bei Lymphdrainage sinnvoll?

Gerade bei Lymphdrainage ist ein Hausbesuch angeraten, da nach der Lymphbehandlung Ruhe hilfreich ist und sowohl vor als auch nach der Lymphdrainage das Bein oder der Arm richtig gelagert werden kann. Die Hin- und Rückreise in die Physiotherapie-Praxis kann deshalb kontraproduktiv sein, da das Wasser durch die Bewegung sowie die aufrechte Körperhaltung direkt wieder „nachläuft“ und der betroffene Körperabschnitt anschwillt. Insofern ist insbesondere für einen nachhaltigen Erfolg der Therapie eine Behandlung zu Hause förderlich..Wir von PhysioStich sind bei unseren Hausbesuchen auch auf Lymphdrainage nach Lymphknotenentfernung spezialisiert. Unsere erfahrenen Physiotherapeuten/innen werden beim Hausbesuch ganz individuell auf Ihre Bedürfnisse und aktuellen Gesundheitszustand in Abstimmung mit Ihrem Arzt oder Ärztin eingehen.

Wurden bei Ihnen Lymphknoten entfernt und Sie benötigen Lymphdrainage, stehen wir Ihnen gerne für Hausbesuche an unseren Standorten, wie u.a. Berlin, Hamburg, München, Frankfurt oder Wiesbaden zur Verfügung. Selbstverständlich beraten wir Sie auch telefonisch oder per E-Mail und planen mit Ihnen gemeinsam Ihr persönliches Therapieprogramm. Nutzen Sie die Vorteile unserer mobilen Physiotherapie und lassen Sie sich individuell und flexibel in Ihrer vertrauten Umgebung behandeln.

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